Appell an Bildungsminister – Übergangsstufen für junge Flüchtlinge fortsetzen!

Presseaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 3. Juli 2018

In dieser Woche wird die Entscheidung fallen – großer Erfolg der bisherigen Kurse.

Viele Integrationsmaßnahmen für Asylwerber/innen werden derzeit von der Bundesregierung gestoppt – von Deutschkursen bis zum verpflichtenden Integrationsjahr. Anschober: „Das ist ein katastrophales Regierungsversagen bei der Integrationspolitik. Wir brauchen Integrationsarbeit angesichts der nach wie vor jahrelangen Asylverfahren von Beginn an. Der erfolgreiche Weg der letzten beiden Jahre muss unbedingt konsequent fortgesetzt werden, ansonsten werden Konflikte und Probleme geradezu provoziert.“

Bei einer weiteren wichtigen Integrationsmaßnahme wird in dieser Woche die Entscheidung fallen: die Übergangsstufen könnten ebenfalls gestoppt werden.

Anschober: „Ich appelliere an den Bildungsminister, die geplanten Übungsstufen für das kommende Schuljahr auch zu genehmigen. Wir brauchen sie, sie sind österreichweit für 1500 Jugendliche eine wichtige Qualifizierungsmöglichkeit mit der großen Chance des anschließenden Übertritts in eine Ausbildung. Ich weiß, dass Bildungsminister Faßmann in Integrationsfragen gut eingearbeitet ist – daher hoffe ich sehr, dass mein Appell auch gehört wird und die Übergangsstufen erhalten bleiben.“

In Oberösterreich nahmen in diesem Schuljahr 245 junge Flüchtlinge in 14 Lehrgängen an Übergangsstufen teil. Das Ziel der Übergangsstufen ist es, für Jugendliche, die nicht mehr in die Schulpflicht fallen, eine Qualifizierung für die Teilnahme an weiterführenden Ausbildungen zu ermöglichen. Am Ende des heurigen Schuljahres hat ein Drittel der Teilnehmer den Sprung in eine BMS bzw. eine BHS/AHS, ein weiteres Fünftel hat eine Lehre bzw. eine andere Weiterbildung geschafft, mehr als ein Viertel arbeitet am Nachholen des Pflichtschulabschlusses oder hat dies bereits geschafft.

Anschober: „Für die Betroffenen, für unsere Gesellschaft, für den Wirtschaftsstandort und für die Integration ist es wichtig, Qualifizierungsmaßnahmen von Menschen auf der Flucht erfolgreich umzusetzen. Der Erfolg gibt den Übergangsstufen recht und sollte ein wesentliches Argument für deren Fortsetzung sein.“