Asylwerbende in Lehre: Hunderte bei Lehrlingskonferenzen…

Presseaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 29. Jänner 2018

…bereits 33.500 UnterstützerInnen für Petition, im Bezirk Rohrbach jeder zweite Lehrling mit Negativbescheid

lehre asyl petition ausbildung abschiebung Mit Lehrlingskonferenzen wird derzeit in ganz Oberösterreich über die Situation der von Abschiebung bedrohten Lehrlinge informiert: vergangenen Freitag im Landhaus mit über 200 Teilnehmer/innen, Montagmorgen im AMS Rohrbach mit mehr als 50 Betroffenen, weitere Treffen werden folgen.

Integrations-Landesrat Rudi Anschober: „Die Verunsicherung ist groß, daher ist es wichtig, betroffene Asylwerbende, Unternehmer/innen und die Zivilgesellschaft über die Rechtslage und über Chancen und Perspektiven zu informieren.“ (mehr …)

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Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“: Landesschulrat an Board & Einladung an Skeptiker

Das Thema „Asylwerbende in Lehre – Skandal um Abschiebungen“ wird aktuell sehr breit diskutiert.

„Wir merken gerade eine Kluft zwischen den Praktiker/innen und den Theoretiker/innen. So melden sich tagtäglich neue betroffene Betriebe, freiwillige Helfer/innen oder Pädagog/innen bei uns, um die Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ zu unterstützen und gemeinsam für eine Lösung im Sinne der Asylwerbenden und der Wirtschaft einzutreten. Heute etwa Landesschulratspräsident Enzenhofer nach gesammelter positiver Rückmeldungen seiner Berufsschulen. Auf der anderen Seite gibt es Politiker/innen, die einer Lösung offensichtlich von Vornherein keine Chance geben wollen und die die schwierige Situation für Betriebe aber auch für jugendliche Asylwerbende nicht kennen, dazu zähle ich nach einer ORF-Diskussionssendung auch die Herren Rosenkranz und Dönmez. Diese habe ich daher heute zu einem Dialog mit Betroffenen eingeladen, der hoffentlich in den nächsten Wochen stattfinden wird. Denn es geht hier um Menschen, über deren Köpfe tagtäglich entschieden wird – da müssen die Entscheidungsträger/innen zumindest auch die ganz reelle Lage kennen“, so Anschober.

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„Minister Kickl will ganz offensichtlich die Integration von Asylwerbenden zerstören“

Oö. Integrations-Landesrat fordert ein gemeinsames Veto der Länder

Des Innenministers heutige Aussagen über sein Ziel, Grundversorgungszentren zu schaffen anstelle der bisherigen kleinstrukturierten und dezentralen Struktur von Asylquartieren zeigen, dass Kickl ganz offensichtlich die Integration von Asylwerbenden und damit das gute Miteinander zerstören will.

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Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in der Grundversorgung nimmt wie prognostiziert deutlich ab

Presseaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 8. Jänner 2018

Wichtig: Betreuung und Perspektiven müssen bleiben

UMF Flucht Asyl AnschoberEntsprechend unserer Prognosen nimmt die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) deutlich ab. Dies zeigen die aktuellen Zahlen aus der Grundversorgung des Landes Oberösterreich:

Wurden zum Höchststand Mitte 2016 noch 701 Minderjährige in eigenen Quartieren mit spezieller Betreuung in der Landesgrundversorgung untergebracht, so sind es aktuell mit Stand Anfang Jänner nur mehr 264 UMF. Allein das angenommene Geburtsdatum 1. Jänner, das bei Fehlen der Geburtsurkunden oft von den Asylbehörden vergeben wird, hat von Ende 2017 auf Anfang 2018 knapp 90 Personen getroffen, die nun aufgrund ihrer Volljährigkeit aus den UMF-Quartieren ausziehen mussten und in normale Grundversorgungs-Quartiere umgesiedelt wurden. (mehr …)

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Trotz Gegenwind droheneder Abschiebungen boomen in OÖ die Lehrstellen für Asylwerbende

Presseaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 8. Jänner 2018

Bereits 299 Lehrlinge, davon ein Drittel in der Gastronomie & 22.000 Unterschriften gegen Abschiebungen von Lehrlingen

Trotz der wachsenden Verunsicherung durch erste Abschiebungen und mittlerweile 40 von einem erstinstanzlich negativen Bescheid konkret von Abschiebung bedrohten Asylwerbenden in Lehre, wächst die Zahl der Asylwerbenden in Lehrlingsmangelstellen weiter stark an. Mit Jahresbeginn sind es bereits 299 Lehrlinge, 216 davon kommen aus Afghanistan, die stärkste Altersgruppe ist die der 18-Jährigen.

In allen Bezirken Oberösterreichs arbeiten mittlerweile Asylwerbende in Lehrstellen, 52 in Linz (inkl. Urfahr-Umgebung), 33 in Gmunden, 25 in Rohrbach, 23 in Perg, 22 in Vöcklabruck. (mehr …)

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„Zerschlagung von dezentraler Asylstruktur wäre Verschwendung von weit über 50 Millionen Euro pro Jahr“

Pressaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 5. Jänner 2018

Landeshauptleute müssen ein klares Veto einlegen gegen sündteure, unmenschliche und integrationszerstörende Pläne

Laut Regierungsübereinkommen plant die Bundesregierung ein Aus für das private Wohnen von Asylwerbenden, Innenminister Kickl geht sogar weiter und will statt der bisherigen dezentralen Quartierstruktur nur einige wenige Grundversorgungszentren – also eine starke Zentralisierung der Unterbringung.

Oö. Integrationslandesrat Rudi Anschober: „Wir haben derzeit etwa in Oberösterreich eine stark dezentrale Struktur mit fast 400 Quartieren, die im Durchschnitt 25 Asylwerbende beherbergen. Fast alle Gemeinden helfen mit, die Menschen sind großteils gut integriert, 140 ehrenamtliche Vereine mit 10.000 Aktiven arbeiten tagtäglich an der Integration mit. So kann Integration funktionieren, niemand wird überfordert, Begegnung findet statt. Dazu kommen fast 2.500 AsylwerberInnen, die privat wohnen – oft bei Familien, teilweise in kleinen Wohngemeinschaften. Dieser Privatverzug kostet deutlich weniger als die Betreuung in organisierten Quartieren.“ (mehr …)

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„Minister Kickl will mit zentralen Großquartieren offensichtlich Integration von Asylwerbenden zerstören“

Presseaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 4. Jänner 2017

Nach dem heutigen Ö1-Interview mit Innenminister Kickl appelliert Oberösterreichs Integrationslandesrat Rudi Anschober an die für Integration nun zuständigen Mitglieder der Bundesregierung, rasch Gespräche mit den Bundesländern über die zukünftige Integrationspolitik aufzunehmen. In diesem Sinn hat LR Anschober Schreiben an die Regierungsmitglieder verfasst.

„Es kann nicht sein, dass aus rein ideologischen Gründen bereits bewährte, dezentrale Strukturen in kleinen Einheiten und private Hilfe zerstört werden und durch zentrale Großquartiere – „Grundversorgungszentren“ von Kickl genannt – ersetzt werden. Damit würde die Arbeit der Zivilgesellschaft und die Integrationsarbeit bei Asylwerbenden zerstört“, hofft Anschober auf vernünftige Gespräche. (mehr …)

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Neue Rekordzahlen bei oö. Asylwerbenden in Lehre

Presseaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 28. Dezember 2017

Erstmals 300 Lehrlinge und Schallmauer für Petition „Ausbildung statt Abschiebung“ durchbrochen. Sinkende Anzahl an Anträgen und Grundversorgten

Die Zahl der Asylanträge in Österreich sinkt weiter, lt. Zahlen des Innenministeriums lag die Gesamtzahl an Asylanträgen im Jahr 2017 bis Ende November bei 22.800 – und damit um 43% unter dem Niveau von 2016 mit gesamt rund 40.000 Anträgen im Vergleichszeitraum.

Das wirkt sich direkt auf die Grundversorgung Oberösterreichs aus, müssen doch 16,7% der in Österreich Asylwerbenden in OÖ untergebracht werden. So belief sich die Zahl an Grundversorgten in OÖ zum Jahresende 2016 auf rund 13.250, heuer sind es noch 10.250 Menschen. Gab es 2016 noch rund 4.000 Neuzugänge in die Grundversorgung OÖ, waren es 2017 gesamt nur etwas mehr als 500 Personen. Im Jahr 2017 sind über 3.000 Personen aus der oö. Grundversorgung abgegangen, rund 2.200 Personen davon konnten einen rechtskräftig positiven Bescheid bekommen – für 2018 wird mit einer Verdopplung der Abgänge gerechnet. (mehr …)

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„Erfolgsprojekt ‚geförderte Deutschkurse für Asylwerbende‘ nicht gefährden!“

Pressaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, 27. Dezember 2017

 Sprachkurse Deutsch Asyl Flucht FörderungOberösterreich hat unter dem Motto „Integration ab Tag 1“ ein Vorreitermodell zur Integration von Asylwerbenden bzw. Asylberechtigten in ganz Österreich aufgesetzt. Bisher waren Asylwerbende während ihres Asylverfahrens, das aber mehrere Jahre lang dauert, zur Untätigkeit gezwungen: Arbeitsverbot, kein Zugang zu geförderten Sprach- und Orientierungskursen, oftmals zentrale Großquartiere. In OÖ ist man bei der aktuellen Fluchtbewegung einen anderen Kurs gegangen: Integration ab Tag 1. (mehr …)

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