Filmverleih „Jahr der Vielfalt“ – Infos

ALLES UNTER KONTROLLE!

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Für den Polizisten José Fernandez gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: er wird endlich befördert zu einer Spezialeinheit und darf sich vom unerfreulichen Alltag des Grenzpolizisten verabschieden. Die schlechte Nachricht: ein letztes Mal muss er noch nach Kabul, um den straffälligen Karzaoui in sein Heimatland abzuschieben. Jetzt heißt es, den Flüchtling unkompliziert loszuwerden, sonst wird es schwierig mit der Beförderung. Doch es gibt ein Problem: im Fall Karzaoui ist der Justiz eine Panne unterlaufen, und Karzaoui ist entsprechend verstimmt. José hat sich seinen letzten Flüchtling deutlich resignierter vorgestellt. Doch weit gefehlt! Als das Flugzeug auf einer Ferieninsel notlanden muss, nutzt der renitente Karzaoui die Gunst der Stunde und macht sich mit falscher Identität und einem Heizkörper bewaffnet aus dem Staub. José und sein trinkfester Kollege Guy jagen ihrem Ordnungsauftrag hinterher und müssen bald selbst erleben, wie schnell es mit der schützenden Identität vorbei sein kann.

Komödie, F, 2016; 90 Minuten; Regie: Philippe de Chauveron; Mit: Ari Abittan, Medie Sadoun, Cyril Leomte, Slimane Dazi; zum Trailer

 

DEINE SCHÖNHEIT IST NICHTS WERT…

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Der 12-jährige Veysel, halb Kurde, halb Türke, steckt in einem veritablen Schlamassel. Aufgrund seiner mangelnden Sprachkenntnisse ist er ein Problemschüler, aber die Aufenthaltsbewilligung seiner Eltern hängt von Veysels schulischen Leistungen ab. Veysel flüchtet sich in Tagträume und an die Seite von Ana, in die er heimlich verliebt ist. Als Veysel ein Gedicht auf Deutsch vortragen muss, bittet er seinen Nachbarn Cem um Hilfe. Der türkische Macho soll ihm dabei helfen, das Gedicht „Deine Schönheit ist nichts wert“ von Asik Veysel ins Deutsche zu übersetzen. Cem ist erstaunt, dass ein 12-jähriger sich für die Musik und Texte des berühmtesten türkischen Dichters und Sängers des 20. Jahrhunderts interessiert. Nach anfänglichem Zögern entschließt er sich, dem Jungen helfen.

Drama, AUT, 2012; 85 Minuten; Regie: Hüseyin Tabak; Mit: Abdulkadir Tuncer, Nazmi Kirik, Lale Yavas, Orhan Yildirim; zum Trailer

 

DIE 727 TAGE OHNE KARAMO

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Eine Liebesgeschichte: Zwei Menschen lernen einander kennen, verlieben sich ineinander, heiraten. An diesem Punkt greift der österreichische Staat ein. Zu möglichen Problemen in der Partnerschaft kommen die Probleme, die von der österreichischen Asylgesetzgebung verursacht werden. Und so endet diese Liebesgeschichte oft mit einer Trennung – weil der behördliche Druck zu stark war. Denn Anja Salomonowitz erzählt in ihrem neuen, bei der Berlinale uraufgeführten Dokumentarfilm von binationalen Paaren, von einem Alltag zwischen Deutschkursen und Hausdurchsuchungen. In einem raffiniert komponierten Mosaik fügen sich Momentaufnahmen einer Geschichte Szene um Szene zu einer durchgehenden Erzählung mit vielen ProtagonistInnen.

Dokumentarfilm, AUT, 2013; 82 Minuten; Regie: Anja Salomonowitz zum Trailer

 

DIE MIGRANTIGEN

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Marko und Benny, zwei Wiener mit sogenanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem ethnisch durchmischten Vorstadtviertel, von der ambitionierten TV-Regisseurin Marlene Weizenhuber, die nach Protagonisten für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben.
Damit ihre Lüge nicht auffliegt, bauen sie sich eine zweite Identität, die aus Klischees und Vorurteilen besteht. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit den echten Integrationsschicksalen auseinander – auch mit ihren eigenen.

Komödie, AUT, 2017; 90 Minuten; Regie: Arman T. Riahi; Mit: Faris E. Rahoma, Aleksandar Petrovic, Doris Schrezmayer, Zija A. Sokolovic, Daniela Zacherl; zum Trailer

 

DREIVIERTELMOND

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Hartmut Mackowiak steht unter Schock. Seine Frau verlässt ihn nach 30 Ehejahren für einen anderen Mann. Plötzlich muss er sein Leben noch einmal vollkommen neu ordnen und dabei hat der mürrische Taxifahrer doch am liebsten seine Ruhe und verschanzt sich hinter einem Panzer aus Vorurteilen, Selbstgenügsamkeit und skeptischer Ablehnung gegenüber allem Fremden und Neuen. Da passt es ihm auch gar nicht, dass plötzlich die 6-jährige Hayat mutterseelenallein in seinem Taxi auftaucht, kein Deutsch spricht und nun auf seine Hilfe angewiesen ist. Alle Versuche, sie los zu werden, scheitern. Und obwohl er gerade seine Frau zur Rückkehr bewegen will, macht er sich schließlich auf die Suche nach Hayats Mutter. Dabei dämmert es ihm: Vielleicht ist es nicht er, der Hayat hilft, sondern sie ihm… .

Drama, D, 2011; 95 Minuten; Regie: Christian Zübert; Mit: Elmar Wepper, Mercan Türkoglu; zum Trailer

 

EIN AUGENBLICK FREIHEIT

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Tempo- und ereignisreich erzählt „Ein Augenblick Freiheit“ von der Odyssee dreier iranisch/kurdischer Flüchtlingsgruppen: einem Ehepaar, zwei jungen Männern mit zwei Kindern und einem ungleichen, befreundeten Männerpaar. Sie alle flüchten aus dem Iran und dem Irak und landen in der türkischen Hauptstadt, wo sie, die Freiheit vor Augen, in einem wenig vertrauenswürdigen Hotel tagtäglich auf den positiven Bescheid ihrer Asylanträge warten. Hoffnung und zugleich Ungewissheit charakterisieren diese erzwungene Pause auf dem Weg in ihre Unabhängigkeit. Der junge österreichisch-iranische Filmemacher Arash T. Riahi setzt die Flucht und das eigentümliche Zwischenstadium der Asylwerbenden mit tragischer Komik und enormer Spannung in Szene.

Drama, AUT/F/TUR, 2008; 110 Minuten; Regie: Arash T. Riahi; Mit: Navid Akhavan, Michael Niavarani, Fares Fares; zum Trailer

 

LIEBE HALAL

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Im libanesischen Beirut vibriert das Leben. Hier leben junge Frauen und Männer, die die Regeln des Islams respektieren und trotzdem Spaß an der Liebe haben wollen. – Doch was ist erlaubt? Wie geht Liebe halal?
Die schöne Loubna hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und hofft auf einen Neuanfang mit ihrer Jugendliebe Abou Ahmad, der sich jedoch nur eine Ehe auf Zeit und zum Vergnügen wünscht. Awatef hat das Hausfrauenleben gründlich satt. Die Scherereien mit ihren Töchtern sind jedoch nichts gegen die allnächtliche Bürde, mit ihrem liebeshungrigen Mann schlafen zu müssen. Kurzerhand beschließt sie, eine Zweitfrau zu engagieren, doch damit gehen die Probleme erst richtig los. Direkt nebenan wohnt der eifersüchtige Mokhtar mit seiner hübschen Frau Batoul. Leider hat sich Mokthar im Eifer des Gefechts schon drei Mal von Batoul getrennt. Um sie zurückzugewinnen, muss er nach islamischem Gesetz zuerst einen anderen Mann für sie finden.

Komödie, D/LBN, 2015; 94 Minuten; Regie: Assad Fouladkar; Mit: Darine Hamze, Rodrigue Sleiman, Hind Khadra, Hussein Mokaddem zum Trailer

 

MACONDO

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Der elfjährige Ramasan lebt mit seiner Mutter Aminat und seinen beiden jüngeren Schwestern in Macondo, einer Flüchtlingssiedlung am Stadtrand von Wien. Seit dem Tod des Vaters gilt er nach den Vorstellungen der tschetschenischen Gesellschaft als „Mann im Haus“. Aminat ist auf Ramasans Hilfe angewiesen, da er viel besser Deutsch spricht als sie. Ramasans Leben verändert sich, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in Macondo einzieht. Ramasan sucht die Nähe Isas, doch dieser gibt nichts über seine Vergangenheit preis. Als auch Aminat Interesse an Isa zeigt, gerät Ramasan in einen emotionalen Konflikt.
Macondo gibt es tatsächlich – zwischen Ostautobahn, Kläranlage und Alberner Hafen liegt die Flüchtlingssiedlung Zinnergasse, in der seit den 1950er-Jahren, unbemerkt von einem Großteil der Wiener Bevölkerung, Menschen aus Krisengebieten der ganzen Welt untergebracht sind. Den Namen erhielt die Siedlung in den 1970er-Jahren nach dem Schauplatz von Gabriel García Marquez‘ berühmten Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“. Derzeit leben etwa 2000 Menschen aus über 20 Ländern in Macondo, „wo sich die Kriege der letzen Jahrzehnte wie Jahresringe auf einem Baumstamm abbilden.“ (Sudabeh Mortezai)

Drama, AUT, 2013; 98 Minuten; Regie: Sudabeh Mortezai; Mit: Ramasan Minkailov, Aslan Elbiev, Kheda Gazieva, Rosa Minkailova zum Trailer

 

MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER

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Monsieur Claude und seine Frau Marie führen ein zufriedenes Leben in der französischen Provinz. Ihre konservative Lebensweise wird auf eine harte Probe gestellt, als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslimen, einem Juden und einem Chinesen verheiraten. Musik in den Elternohren ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen französischen Katholiken zu heiraten. Doch als sie ihrem vierten Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Doch auch Charles‘ Familie knirscht über diese Partie mächtig mit den Zähnen. Weniger um bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen als sie zu sabotieren, lassen sich die Eltern auf ein Kennenlernen ein. Was folgt ist ein Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile. Bis das familiäre Federnrupfen dem Brautpaar die Lust an der Hochzeit zu verderben droht.

Komödie, F, 2014; 97 Minuten; Regie: Philippe de Chauveron; Mit: Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Medi Sadoun zum Trailer

 

SCHWEIZER HELDEN

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Sabine findet sich über die Weihnachtszeit plötzlich alleine. Um bei Familie und Freunden Anerkennung zu gewinnen, entschließt sie sich, mit Asylbewerbern die Geschichte von Wilhelm Tell aufzuführen. Ein Unterfangen, auf das sie in vieler Hinsicht nicht vorbereitet ist. Die Asylbewohner haben ihre eigenen Probleme und nicht auf Sabine gewartet. Als die Tell-Aufführung ins mediale Scheinwerferlicht gerät, geht Sabine an ihre Grenzen und darüber hinaus, um das Theaterstück zum Erfolg zu führen. Erst danach merkt sie: Was wirklich zählt, ist etwas ganz anderes.

Komödie, CH, 2014; 94 Minuten; Regie: Peter Luisi; Mit: Esther Gemsch, Klaus Wildbolz, Kam il Krejci, Uygar Tamer zum Trailer

 

SEEFEUER

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Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.
Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde.

Dokumentarfilm, IT/F, 2015; 108 Minuten; Regie: Gianfranco Rosi; Mit: Samuele Pucillo, Matthias Cucina, Samuele Caruana, Pietro Bartolo zum Trailer

 

TOUR DE FRANCE

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Der 20-jährige Far’Hook (Sadek) gilt als einer der künftigen Stars der französischen Rap-Szene. Nach einem Streit mit einer verfeindeten Gang muss er die Stadt verlassen und untertauchen. Sein Produzent Bilal, ein zum Islam konvertierter Franzose, überredet ihn, seinen pensionierten Vater Serge (Gérard Depardieu) durch Frankreich zu chauffieren. Der kauzige Pensionist und Hobbykünstler hat seiner Frau das Versprechen gegeben, sich auf die Spuren des Landschaftsmalers Joseph Vernet zu begeben. Von jedem Bild, das dieser einst im Auftrag König Ludwigs XV von den Häfen Frankreichs malte, will Serge nun am Originalschauplatz seine eigene Version anfertigen – und Far’Hook soll ihn dorthin bringen. Trotz des Generationen- und Kulturclashs erleben der verheißungsvolle Rapper und der mürrische, sturköpfige Maurer aus dem Norden Frankreichs den Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Tragikkomödie, F, 2016; 95 Minuten; Regie: Rachid Djaidani; Mit: Gérard Depardieu, Sadeck, Louise Grinberg zum Trailer

 

FILME FÜR KINDER

BELLE UND SEBASTIAN

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Frankreich während des 2. Weltkriegs: In einem abgelegenen Bergdorf soll eine Bestie ihr Unwesen treiben und die Schafe reißen. Doch der kleine Waisenjunge Sebastian findet heraus, dass das angebliche Ungeheuer ein harmloser Hund ist, mit dem er sich schnell anfreundet. Vor der Dorfgemeinschaft aber muss Sebastian die Hündin Belle verstecken. Und dann wartet auf die ungleichen Freunde ein großes Abenteuer, bei dem die deutschen Besatzer, jüdische Flüchtlinge und mutige Fluchthelfer eine Rolle spielen.

Abenteuer-/Familienfilm, F, 2013; 95 Minuten; Regie: Nicolas Vanier; Mit: Félix Bouet, Tchéky Karyo, Margaux Châtelier, Dimitri Storoge, Andreas Pietschmann, Urbain Cancelier, Mehdi; zum Trailer

 

ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS

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Weil ihre alleinerziehende Mutter unerwartet zurück nach Vietnam reisen muss, versorgt die elfjährige Linh nun alleine ihre kleine Schwester Tien und kümmert sich auch noch um den Imbiss, den ihre Mutter führt. Natürlich darf das niemand erfahren, am wenigsten das Jugendamt. Das größte Problem für Linh jedoch hat rote Haare, ein Fernrohr und grinst frech: Pauline. Die Draufgängerin von gegenüber spioniert die Nachbarschaft aus und kann sich nichts Schöneres als ein Leben ohne Eltern vorstellen. Als Pauline die vietnamesischen Schwestern erpresst, mit ihr eine Bande zu gründen, beginnt für die drei Mädchen ein waghalsiges Abenteuer.

Familienfilm/Drama, D, 2016; 96 Minuten; Regie: Norbert Lechner; Mit: Lynn Dortschak, Lisa Bahati Wihstutz, Linda Phuong Anh Dang, Andreas Schmidt, Lena Stolze, uvm; zum Trailer