Aktueller Fall in Gosau belegt großen Zeitdruck für eine Lösung der Vernunft

Presseaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 14. Februar 2019

In den nächsten Wochen droht Abschiebewelle von hunderten AsylwerberInnen in Lehre

Der bestens integrierte Meisam aus Afghanistan muss möglicherweise seine begonnene Koch-Lehre im Hotel Dachsteinkönig in Gosau nach knapp zwei Jahren abrupt abbrechen und das Land verlassen. Der motivierte Lehrling erhielt seinen zweiten Negativbescheid im Asylverfahren. Sein Arbeitgeber kämpft nun für seinen Lehrling, um doch noch eine menschliche Lösung der Vernunft zu finden. 

Aufgrund der bereits sehr langen Dauer der Verfahren in zweiter Instanz ist nun zu befürchten, dass ein wesentlicher Teil der hunderten, betroffenen Lehrlinge in den nächsten Monaten in der 2.Instanz auch vor der Abschiebung stehen. Im April und im Mai droht eine erste große Abschiebewelle.

 „Es braucht jetzt eine Lösung für Meisam und hunderte, betroffene Lehrlinge. Bundeskanzler Kurz muss endlich auf die dramatischen Entwicklungen rund um die Abschiebung von Lehrlingen reagieren. Als ersten Schritt muss ein Abschiebestopp für Menschen in Ausbildung verhängt werden und darauf aufbauend zweitens eine Grundsatzregelung, die Abschiebungen während der Ausbildung verhindert und den Zugang zur Lehre für die Zukunft wieder ermöglicht. Jeden Tag nimmt der Widerstand aus der Wirtschaft zu, täglich engagieren sich neue UnternehmerInnen für Ihre Lehrlinge. Dieser Widerstand wird so lange weiterwachsen und stärker werden, bis eine Lösung der Vernunft ermöglicht wird.“, fordert Anschober.