Erstes Zwischenergebnis bei BürgermeisterInnen-Erhebung zeigt, dass große mehrheit Absenkung der Bezahlung gemeinnütziger Tätigkeiten auf 1,50 Euro ablehnt

Presseaussendung von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, vom 7. Mai 2019

„Jeder Mensch braucht eine sinnvolle Tätigkeit und einen Umgang in Würde. Das ist der Hauptgrund, warum ich um Beschäftigungsmöglichkeiten, um Ausbildungen und um einen fairen Umgang mit den Betroffenen kämpfe. Alles andere schafft Probleme. Nachdem der Zugang zur Lehre und andere Integrationsprojekte gestoppt wurden, ist in Österreich eine der wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten – im Regelfall nur für wenige Stunden – die gemeinnützige Tätigkeit. Das versuchen wir zu bewerben und zu unterstützen, weil damit Begegnung stattfindet, ein sinnvoller Beitrag geleistet werden kann, die Deutschkenntnisse weiter verbessert werden können. Gerade in Oberösterreich machen viele Gemeinden mit und schaffen derartige Arbeitsmöglichkeiten wie etwa im Bauhof, bei Hilfsleistungen im Sozialbereich oder bei der Straßenreinigung. Bei der letzten Erhebung im vergangenen Herbst wurde sichtbar, dass über 700 Mal Asylwerber/innen für die Gemeinden im Einsatz waren. Insgesamt haben sich fast 1.000 Menschen gemeldet, um freiwillige Arbeiten zu leisten“, freut sich Anschober.

„Der nun diskutierte Plan des Innenministers, die in Oberösterreich übliche Entlohnung von fünf Euro die Stunde auf 1,50 zu verringern, ist ein weiterer Versuch des Innenministers, gelungene Integrationsbemühungen zu behindern und den Betroffenen zu signalisieren, dass sie hier nicht gewollt sind und ihnen jede Perspektive genommen wird“, kritisiert Anschober.