Deutschlernen als Erfolgsgeschichte

Presseaussendung von Landesrat Stefan Kaineder, vom 18. Mai 2020

Oberösterreich im Spitzenfeld mit ambitioniertem Sprachkursangebot für Migrant/innen

Das Integrationsressort des Landes OÖ hat in den letzten Jahren zahlreiche Initiativen gestartet, um rasch und nachhaltig den Spracherwerb von geflüchteten Menschen und Migrant/innen zu fördern. Dabei werden vielfältige Schwerpunkte gesetzt, wie zum Beispiel Deutschkurse speziell für Frauen inklusive Kinderbetreuung, Mutter-Kind-Sprachkurse, Fachsprachkurse für Ärzt/innen oder Krankenpflegepersonal uvam. Im Jahr 2019 haben knapp 2.900 Personen bei verschiedenen Bildungsträgern an Kursen für Migrant/innen teilgenommen. Vergangenes Jahr wurden auch 1.762 Schüler/innen im Rahmen der Lernbegleitung im Spracherwerb unterstützt.

Seit 2016 werden in Oberösterreich mit speziellen Sprachförderpaketen flächendeckend und dezentral Deutschkurse für Asylwerbende ab dem ersten Tag angeboten. Damit hat praktisch jede und jeder in OÖ eine Grundausbildung in Deutsch erfahren. Dabei steht nicht nur der Spracherwerb im Mittelpunkt, es werden auch die Grundwerte unserer Gesellschaft vermittelt. Mit über 20.000 Teilnehmer/innen an diesen Sprachkursen bis Ende 2019 ist Oberösterreich im absoluten Spitzenfeld. Der Trend dabei ist äußerst positiv, denn es werden immer mehr Kurse mit höheren Sprachniveaus gebucht.

„Schon unter meinem Vorgänger Rudi Anschober wurde ein einzigartiges und breites Angebot geschaffen und die Betroffenen haben es mit großem Bildungshunger und viel Engagement angenommen. Das Ergebnis ist vielfach bewundernswert. Niemand musste gezwungen werden, denn die Betroffenen wissen, dass sie die deutsche Sprache brauchen, um ihre Chance nützen zu können. Wir werden dieses ambitionierte Sprachkursangebot weiter fortführen, denn sich verständigen zu können, ist der Schlüssel zu Integration. Erfolg kann es nur mit konstruktiven und nachhaltigen Integrationsmaßnahmen geben. Zwangsmaßnahmen sind kontraproduktiv und verstärken die Probleme anstatt sie zu lösen“, so Landesrat Stefan Kaineder.