Türkiser Teil der Bundesregierung muss Eintreten für Europa der Menschenrechte und Humanität – Oberösterreich hat 700 freie Quartierplätze

Presseaussendung von Landesrat Stefan Kaineder, vom 11. September 2020

„In den letzten fünf Jahren haben wir in Oberösterreich Gewaltiges geleistet und gezeigt, dass unser Zusammenleben gut funktioniert“, so Landesrat Stefan Kaineder, der den tausenden Ehrenamtlichen, hauptamtlich Engagierten, caritativen Organisationen, Gemeinden, Vereinen, Schulen sowie Bildungsinstitutionen herzlich danken möchte. Gemeinsam mit den Gemeinden und der engagierten Beamtenschaft konnten zehntausende Menschen gut organisiert untergebracht werden. Tausenden Kinder und Jugendliche wurden von Beginn an, vor allem in den Kindergärten und Schulen, in unsere Gesellschaft integriert. Nun fordert Landesrat Kaineder ein Umdenken der Bundesregierung in der Frage zur Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und traumatisierten Familien, die im abgebrannten Flüchtlingslager im griechischen Moria ihr Dasein fristen müssen.

Landesrat Stefan Kaineder: „Die tragischen Ereignisse in Moria machen mich zutiefst betroffen. Seitens der Grundversorgung des Landes OÖ haben wir freie Kapazitäten, um den schon in die Europäische Union geflüchteten Menschen – vor allem besonders Schutzbedürftigen – eine sichere Unterkunft zu bieten. Damit wir unsere vorhandenen Ressourcen zur Verfügung stellen können, braucht es endlich entsprechende Entscheidungen.“

Unzählige oberösterreichische Gemeinden, darunter auch ÖVP-geführte Gemeinden, haben in den letzten Monaten bereits Resolutionen an die Bundesregierung verabschiedet, in denen klargelegt wird, dass sie zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit sind und forderten die Regierung darin auf, bei der Lösung der inhumanen Zustände in den griechischen Lagern zu helfen.

Landesrat Stefan Kaineder: „Die schockierenden Bilder aus Moria müssen uns jetzt endlich aufrütteln. Auf Lesbos müssen Kinder und Familien ohne Dach über dem Kopf im Dreck schlafen. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit sie dort raus zu holen. Es ist daher höchste Zeit zu handeln. Ich appelliere an die Bundes-ÖVP und alle EU-Staaten sich solidarisch mit den geflüchteten Menschen in Moria zu zeigen, damit wir eine menschliche Lösung zustande bringen. Wir in Oberösterreich haben Platz, Ressourcen und die nötige Menschlichkeit, um unseren Beitrag zur Bewältigung dieser humanitären Katastrophe zu leisten!“