Filmverleih 2019 – Infos

DEINE SCHÖNHEIT IST NICHTS WERT…

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Der 12-jährige Veysel, halb Kurde, halb Türke, steckt in einem ziemlichen Schlamassel. Aufgrund seiner mangelnden Sprachkenntnisse ist er ein Problemschüler, aber die Aufenthaltsbewilligung seiner Eltern hängt von Veysels schulischen Leistungen ab. Veysel flüchtet sich in Tagträume und an die Seite von Ana, in die er heimlich verliebt ist. Als Veysel ein Gedicht auf Deutsch vortragen muss, bittet er seinen Nachbarn Cem um Hilfe. Der türkische Macho soll ihm dabei helfen, das Gedicht „Deine Schönheit ist nichts wert“ von Asik Veysel ins Deutsche zu übersetzen. Cem ist erstaunt, dass ein 12-jähriger sich für die Musik und Texte des berühmtesten türkischen Dichters und Sängers des 20. Jahrhunderts interessiert. Nach anfänglichem Zögern entschließt er sich, dem Jungen helfen.

Drama, AUT, 2012; 85 Minuten; FSK 6, zum Trailer

 

DIE MIGRANTIGEN

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Marko und Benny, zwei Wiener mit sogenanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem ethnisch durchmischten Vorstadtviertel, von der ambitionierten TV-Regisseurin Marlene Weizenhuber, die nach ProtagonistInnen für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben. Damit ihre Lüge nicht auffliegt, bauen sie sich eine zweite Identität, die aus Klischees und Vorurteilen besteht. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit den echten Integrationsschicksalen auseinander – auch mit ihren eigenen.

Komödie, AUT, 2017; 90 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

DREIVIERTELMOND

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Nach drei Jahrzehnten Ehe hat Christa Mackowiak (Katja Rupé) die Faxen dicke und verlässt ihren Taxifahrer-Gatten Hartmut (Elmar Wepper), um ihr Glück mit einem neuen Mann zu suchen. Nun zieht sich der eigenbrötlerische Nürnberger erst recht in sein Schneckenhaus aus Misstrauen und Xenophobie zurück. So kommt es auch gleich zum Streit, als eine junge Türkin (Ivan Anderson) mit ihrer Tochter (Mercan-Fatima Türköglu) zu ihm ins Taxi steigt. Doch als Hartmut die kleine Hayat wenig später mutterseelenallein mitten in Nürnberg wiederfindet, fasst er sich ein Herz und versucht ihr dabei zu helfen, ihre Familie wiederzufinden. Dabei taut der alte Griesgram trotz unüberwindbar geglaubter Sprachbarriere endlich auf und findet einen neuen Zugang zum Leben…

Drama/Komödie, D, 2011; 95 Minuten; FSK 6, zum Trailer

 

EIN AUGENBLICK FREIHEIT

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Ein auf wahren Begebenheiten basierender Ensemblefilm, der die Odyssee mehrerer Flüchtlinge aus dem Iran über Kurdistan in die Türkei und schließlich nach Österreich aufzeigt. Treue und politische Ideale, Überlebenswille und Humor zeichnen diesen Film aus, der sich auch als Reaktion und Kommentar zur politischen Situation im heutigen Europa versteht, wo Rassismus und Fremdenhass ein erschreckendes Maß an Akzeptanz erreicht haben.

Drama, AUT/F/TUR, 2008; 110 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

 

 

HALALELUJA

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Ein Inder in Irland – der junge Ragdan hat sich schon vor einigen Jahren verabschiedet, vor den traditionellen Heiratsplänen, die sich sein Vater für ihn ausgedacht hat. In Sligo, einem kleinen irischen Küstenort, hat er bei seinem Onkel ein neues Leben gefunden, neue Freunde, riesige Wellen und vor allem die große Liebe: Maeve, die er auf keinen Fall verlieren möchte. Ausgerechnet am Abend seiner Geburtstagsparty, bei der Ragdan es mächtig krachen lässt, stößt er Maeve vor den Kopf. Als hätte er nicht genug damit zu tun, seine Beziehung zu retten, steht plötzlich sein Vater vor der Tür – und zwar mit einem Geburtstagsgeschenk, das für Ragdans indisch-irische Ohren völlig absurd klingt: einem Schlachthof, den er zusammen mit seinem Vater in einen Halal-Betrieb verwandeln soll. In dem kleinen Dörfchen, in dem die Arbeit knapp ist, sorgt das neue Unternehmensprojekt für einigen Aufruhr. Egal wer schon einmal etwas mit Fleisch zu tun hatte, wird angeheuert, um die Dorfbewohner mit Halal-Gulasch zu besseren Menschen zu machen. Doch die haben ihre eigenen Vorstellungen – vom Fleischgenuss und von interkultureller Geselligkeit. Zwischen allen Stühlen sitzt nun Ragdan, der plötzlich nicht nur um Maeve, sondern auch um den dörflichen Frieden kämpfen muss.

Komödie, IRL/D/FR 2017; 95 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

HECTORS REISE ODER DIE SUCHE NACH DEM GLÜCK

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Der Londoner Psychiater Hector und seine Lebensgefährtin Clara führen ein zufriedenes, wenn auch ein wenig langweiliges Leben. Irgendetwas scheint Hectors Existenz zu fehlen. So wie seinen PatientInnen: Seit Jahren berichten sie ihm von ihren ewig gleichen Problemen, während Hector sein Notizbuch mit Kritzeleien befüllt und vom Fliegen träumt. Bis ihm eines Tages dämmert, dass es „da draußen“ in der großen weiten Welt noch etwas geben muss. Und so bricht Hector zu einer Weltreise auf, um dem Phänomen Glück auf die Spur zu kommen. Sein Weg führt in zunächst nach China, wo ihn der Manager Edward auf einen Abend des käuflichen Glücks einlädt. Weiter geht es in den Himalaya und zu einem alten Mönch. Von dort führt die Reise nach Afrika, wo Hector zunächst seinen Studienkollegen Michael trifft und dann Bekanntschaft mit dem Drogenboss Marcel macht, dem er nur mit knapper Not entkommt. Die letzte Station von Hectors Reise ist Los Angeles, wo er seine große Liebe aus Studientagen wieder trifft und endlich begreift, was ihm zum Glück fehlt.

Dramedy, D/CAN 2014; 118 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN

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Im Berlin des Jahres 1940 muss das Ehepaar Quangel den Tod des einzigen Sohnes verkraften – Hans ist im Krieg gefallen. Anna und Otto Quangel beginnen, Hitler auf ihre eigene Art zu bekämpfen: Sie schreiben kleine Botschaften auf Postkarten und rufen darin zum Widerstand auf. Und während Kommissar Escherich die Verfolgung aufnimmt, findet das Ehepaar durch die Widerstandsaktion wieder zueinander.

Drama, D/F/GB 2016; 103 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

 

 

LAMPEDUSA IM WINTER

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Nach den Tragödien des Herbstes ist auf der „Flüchtlingsinsel“ Lampedusa der Winter eingekehrt. Die Touristen haben die Insel verlassen. Die letzten Flüchtlinge kämpfen um einen Transfer auf das Festland. Ein Fährunglück isoliert die Insel. Nachdem die Flüchtlinge endlich mit dem Flugzeug verlegt werden, beginnen die Fischer einen verzweifelten Streik: Um eine Verbesserung der Fährverbindung zu erzwingen, blockieren sie den Hafen. Nun ist die Insel von jeglicher Versorgung abgeschnitten.
Die winzige Gemeinschaft am Rande Europas ringt verzweifelt um ihre Würde – und um Solidarität mit den afrikanischen Bootsflüchtlingen, die viele Menschen für den Grund der andauernden Krise halten.

Dokumentation, AT/IT/CH 2016; 93 Minuten; FSK 6, zum Trailer

 

LAUF JUNGE LAUF

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Der knapp 9-jährige Skrulik flüchtet 1942 aus dem Warschauer Ghetto und versteckt sich in einem Waldgebiet. Oft ist er auf sich alleine gestellt, manchmal findet er Unterschlupf auf Bauernhöfen, immer hat er Angst, von deutschen Soldaten oder polnischen Kopfgeldjägern aufgegriffen zu werden. Einige Zeit findet er Unterschlupf bei einer Bäuerin, die ihm einschärft, sich als katholisches Waisenkind auszugeben. Drei Jahre lang schlägt er sich als „Jurek“ durch, bis er bei Kriegsende bei einer katholischen Familie ein neues Zuhause findet. Doch nach dem Kriegsende stellt sich die Frage nach seiner Identität erneut.

Drama, D/POL/FR 2013; 108 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

 

LUNCHBOX

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In der indischen Metropole Mumbai, in der über 18 Millionen Menschen leben, sorgen 5.000 „Dabbawallas“ genannte Essenskuriere dafür, dass 200.000 Lunchboxen rechtzeitig Tag für Tag an ihren Bestimmungsort gelangen. Eine logistische Meisterleistung, denn die Fehlerquote liegt bei 0,01 Prozent! Und so ein Fehler führt die Hausfrau Ila und den Witwer Saajan zusammen. Denn eines Tages erreicht das von Ila für ihren Mann, von dem sie sich – zurecht – vernachlässigt fühlt, liebevoll zubereitete Mittagessen den kurz vor seiner Pensionierung stehenden Beamten Saajan. Eine kurze Nachricht, die Saajan der leeren Lunchbox beifügt, setzt einen regen Austausch von Briefchen in Gang. Harmlose Bemerkungen über das Essen führen zu persönlichen Bekenntnissen, in denen Ila und Saajan lange verschüttete oder verdrängte Bedürfnisse äußern. Zwei einsame Seelen finden so durch das Essen und das Schreiben zueinander. Manchmal liegt das Glück eben nur einen kleinen Zufall entfernt, und das Leben kann jederzeit eine völlig neue Wendung bereithalten – wenn man ihm nur seinen Lauf lässt. LUNCHBOX zeichnet ein nuancenreiches Bild der Millionenmetropole Mumbai und bettet die zentrale Liebesgeschichte in einen Diskurs über Geschlechterverhältnisse, Klassenbewusstsein und den Umgang der Generationen miteinander ein. Kleine Momentaufnahmen wie die Zubereitung eines köstlichen Mahls, das Lesen eines Briefs oder die tägliche Fahrt in einem überfüllten Zug fügen sich zu einer hinreißenden Erzählung, die Herz und Sinne berührt und einen mit einem Lächeln aus dem Kino entlässt.

Drama, IND/FR/D 2013; 105 Minuten; FSK 0, zum Trailer

 

MACONDO

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Der elfjährige Ramasan lebt mit seiner Mutter Aminat und seinen beiden jüngeren Schwestern in Macondo, einer Flüchtlingssiedlung am Stadtrand von Wien. Seit dem Tod des Vaters gilt er nach den Vorstellungen der tschetschenischen Gesellschaft als „Mann im Haus“. Aminat ist auf Ramasans Hilfe angewiesen, da er viel besser Deutsch spricht als sie. Ramasans Leben verändert sich, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in Macondo einzieht. Ramasan sucht die Nähe Isas, doch dieser gibt nichts über seine Vergangenheit preis. Als auch Aminat Interesse an Isa zeigt, gerät Ramasan in einen emotionalen Konflikt. Macondo gibt es tatsächlich – zwischen Ostautobahn, Kläranlage und Alberner Hafen liegt die Flüchtlingssiedlung Zinnergasse, in der seit den 1950er-Jahren, unbemerkt von einem Großteil der Wiener Bevölkerung, Menschen aus Krisengebieten der ganzen Welt untergebracht sind. Den Namen erhielt die Siedlung in den 1970er-Jahren nach dem Schauplatz von Gabriel García Marquez‘ berühmten Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“.

Drama, AUT, 2013; 98 Minuten; FSK 12 zum Trailer

 

MAIKÄFER FLIEG

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Wien 1945: Das Pulverland des Krieges und die Zeit der russischen Besatzung, gesehen mit den vorurteilsfreien Augen der 10jährigen Christine. Sie weiß vom Frieden genauso wenig, wie die Kinder heute vom Krieg wissen. Ausgebombt und vollkommen mittellos kommt sie mit ihrer Familie in einer noblen Villa in Neuwaldegg unter. Jetzt haben sie Quartier, aber mehr nicht. Nach der Kapitulation deutscher Soldaten quartieren sich die Russen im Haus ein. Alle fürchten sich vor den als unberechenbar geltenden russischen Soldaten. Nur Christine nicht.

Drama, AUT, 2016; 109 Minuten; FSK 12 zum Trailer

 

 

MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER

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Monsieur Claude und seine Frau Marie führen ein zufriedenes Leben in der französischen Provinz. Ihre konservative Lebensweise wird auf eine harte Probe gestellt, als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslimen, einem Juden und einem Chinesen verheiraten. Musik in den Elternohren ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen französischen Katholiken zu heiraten. Doch als sie ihrem vierten Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Doch auch Charles‘ Familie knirscht über diese Partie mächtig mit den Zähnen. Weniger um bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen als sie zu sabotieren, lassen sich die Eltern auf ein Kennenlernen ein. Was folgt ist ein Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile. Bis das familiäre Federnrupfen dem Brautpaar die Lust an der Hochzeit zu verderben droht.

Komödie, F, 2014; 97 Minuten; FSK 0, zum Trailer

 

ÖSTERREICH – OBEN UND UNTEN

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Österreich in seiner unendlichen Vielfalt. Joseph Vilsmaier, einer der renommiertesten Regisseure und Kameramänner zeigt uns die Alpenrepublik von oben – ein gewaltiges Naturschauspiel, ein wunderschöner Teil der Schöpfung, und er zeigt uns Österreich von unten, steigt ab in die Täler und entdeckt die Details eines dynamischen, modernen Landes, das sich beständig entwickelt. Mit seinem erfahrenen Helikopterpiloten, Hans Ostler, gelingt es Joseph Vilsmaier imposante Bilder zu komponieren. Aus einer Perspektive, aus der man Österreich noch nicht gesehen hat. Doch Vilsmaier begnügt sich nicht mit der Kraft der Flugaufnahmen. Er rückt näher, schafft Intimität: beim Almabtrieb, beim Erzbergrodeo, beim Mittelalterfest in Friesach, den Salzburger Festspielen oder am Sonnwendfeuer in der malerischen Kulturlandschaft der Wachau. Das Nebeneinander von Landschaft, Tradition, technischer Innovation und pulsierendem Leben erschafft ein anderes Österreich, ein Land wie neu geschaffen, aus dem Blickwinkel des Künstlers. Große Emotionen, Passion für seine Kunst und seine alpinen Wurzeln bringt der Weltmusiker Hubert von Goisern ein. Er konzertiert die zweite Stimme zu Vilsmaiers Bildkompositionen. Ein berührendes, mitreißendes, weit in die Vergangenheit reichendes, und in die Zukunft weisendes musikalisches Gegenstück zu den filmischen Erlebnissen.

Dokumentation, AUT, 2014; 99Minuten; FSK 0 zum Trailer

 

SCHWEIZER HELDEN

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Sabine ist über die Weihnachtszeit plötzlich alleine. Um bei Familie und Freunden Anerkennung zu gewinnen, entschließt sie sich, mit AsylbewerberInnen die Geschichte von Wilhelm Tell aufzuführen. Ein Unterfangen, auf das sie in vieler Hinsicht nicht vorbereitet ist. Die AsylbewohnerInnen haben ihre eigenen Probleme und nicht auf Sabine gewartet. Als die Tell-Aufführung ins mediale Scheinwerferlicht gerät, geht Sabine an ihre Grenzen und darüber hinaus, um das Theaterstück zum Erfolg zu führen. Erst danach merkt sie: Was wirklich zählt, ist etwas ganz anderes.

Komödie, CH, 2014; 94 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

 

SEEFEUER

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Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen. Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde. Der bewegende Dokumentarfilm überzeugte auf der Berlinale Publikum wie Kritik und gewann den Goldenen Bären als Bester Film.

Dokumentarfilm, IT/F, 2015; 108 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

 

TAXI TEHERAN

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Ein Taxi bewegt sich durch die farbenfrohen, pulsierenden Straßen Teherans. Die unterschiedlichsten Menschen steigen in das Taxi ein. Als der Fahrer sie interviewt, sagen alle Passagiere offen, was sie denken. Niemand anderes als der Regisseur Jafar Panahi selbst sitzt am Steuer des Taxis. Auf dem Armaturenbrett seines mobilen Filmstudios befindet sich die Kamera. Während der heiteren und dramatischen Fahrten durch die Stadt fängt sie die Stimmung in der iranischen Gesellschaft ein.

Dokudrama, IRAN, 2015; 82 Minuten; FSK 0, https://www.filmladen.at/film/taxi-teheran/“>zum Trailer

 

 

 

TEHERAN TABU

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Teheran, Iran, eine riesenhafte Stadt voller Verbote, Dogmen und restriktiver Gesetze, wo für „moralische“ Vergehen wie Ehebruch und außerehelichen Sex drakonische Strafen wie Auspeitschung drohen. In dieser Stadt leben junge Menschen mit Wünschen und Sehnsüchten; auf der hoffnungsvollen Suche nach Nähe und einem letzten Rest von Lebensfreude. Die Prostituierte Pari, der Musikstudent Babak, die Hausfrau Sara und die junge Donya – alle haben auf ihre Weise unter der Tabuisierung von Sex und den restriktiven Gesetzen der iranischen Gesellschaft zu leiden. Als die vier Schicksale aufeinanderprallen, verändert sich das Leben aller.

Animation/Drama, Ö/D, 2017; 96 Minuten; FSK 16, zum Trailer

 

 

THOSE WHO GO THOSE WHO STAY

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Ruth Beckermann verwebt ihr privates und politisches Interesse mit einer allgemeineren Bewegung: Der der Migration, der Wanderung, der Veränderung, der Fremde. Das Unterwegssein als ewiges und zugleich hochaktuelles Moment unserer Welt, erzwungen, freiwillig, zufällig, nicht enden wollend, hoffend, gewalttätig. Nigerianische Asylwerber in Sizilien, ein arabischer Musiker in Galiläa, bierselige Nationalisten in Wien, die kapitolinische Wölfin und drei verschleierte junge Frauen, die minutenlang versuchen, eine stark befahrene Straße in Alexandria zu überqueren. Fäden, Tücher und Textilien tauchen immer wieder auf wie Lesezeichen in einem Gewebe aus Reisebewegungen und Fluchtbewegungen. Der Stoff, aus dem Welt und Geschichte gemacht sind. THOSE WHO GO THOSE WHO STAY erzählt vom Unterwegssein in der Welt und im eigenen Lebenslauf.

Dokumentation, Ö, 2013; 75 Minuten; FSK 16, zum Trailer

 

UNTITLED

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„Am 3.12. 2013 brach Michael Glawogger mit einem kleinen Team auf zu einer Reise um die Welt. Ein Film sollte dabei entstehen, von dem niemand wusste, wie er aussehen, und wovon er erzählen würde. Glawogger wollte nur das Aufnehmen, was ihn interessierte, berührte, beunruhigte, frei von inhaltlichen Vorgaben. … Nach rund einem Drittel des Weges, am Ende des ersten Hauptreisestücks: Afrika, verstarb Michael Glawogger an den Folgen einer Malariainfektion. Seine langjährige Schnittmeisterin Monika Willi machte aus dem bis dahin entstandenen Material und den Blog-Texten einen Film im Geiste wie auch zum Gedächtnis Glawoggers. Kriegsverheerte Geisterstädte in Serbien, Ringer im Senegal, eine winterlichee Berghütte in Italien und Goldsucher in Sierra Leone sind nur einige der Orte und Menschen, deren Bilder und Klänge hier zu einer Kinowelterfahrung verwoben wurden, Nebeneinander stehen: Einbeinige Fußballer in einem Bürgerkriegsland und ein einsam seinen Ball tretendes Mädchen in einem felsigen Nirgendwo; die Brutalität einer Schlägerei, die wie aus dem Nichts ausbrach, und die Stille einer Landschaft nach dem Genozid; das Aufstieben tausender Vögel in einem spätwinterlichen Marschland, das rastlose Schnüffeln und Bellen räudiger Köter am Rande einer Landstraße, und das geduldige Starren eines Esels auf einem Wüstenzug. Sie alle erzählen von der Gewaltigkeit und Ungeheuerlichkeit der Welt; dem Glück ein Anderer zu sein, wie auch der Erfahrung, dass es kein fernes Leid gibt und keine fremde Freude; und davon, dass man immer nur ein Gast ist auf Erden.“ (Olaf Möller)

Dokumentation, Ö/D, 2017; 107 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

VOLL VERSCHLEIERT

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Die Studierenden Armand und Leila sind schon seit längerem ein Paar und planen demnächst einen gemeinsamen Studienaufenthalt in den USA. Doch als Leilas Bruder Mahmoud nach einem längeren Aufenthalt im Jemen stark verändert zurückkehrt, ist die Beziehung der beiden gefährdet: Denn Mahmoud ist nun tief religiös und will nicht, dass seine Schwester eine Beziehung mit einem Nicht-Muslimen führt. Um auch weiterhin mit Leila zusammen sein zu können, entwickelt Armand also einen Plan: Er absolviert einen Crashkurs in Sachen Islam, verkleidet sich als voll verschleierte Muslimin namens Scheherazade und gibt sich als Studienkollegin von Leila aus. Doch mit einer Sache haben Armand und Leila nicht gerechnet: Mahmoud verliebt sich nach und nach in die mysteriöse Scheherazade.

Komödie, F, 2017; 88 Minuten; FSK 6, zum Trailer

 

WE COME AS FRIENDS

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In jenem Moment, als der Sudan, das größte Land auf dem Kontinent, in zwei Nationen geteilt wird, verfällt das Land erneut in alte Muster der „Zivilisierung“ – Kolonialismus, Kampf der Herrscher und neue blutige Kriege im Namen des Glaubens und im Namen der Territorien und Ressourcen. Hubert Sauper („Darwin’s Nightmare“) trifft und befragt sudanesische und internationale EntscheidungsträgerInnen, PolitikerInnen und ProfiteurInnen sowie Zufallsbekanntschaften. Er besucht ChinesInnen, die in ihren Erdölarbeiter-Baracken „Raumpatrouille Orion“ schauen, sich über die Großmachtsfantasien der EuropäerInnen wundern und über die kulturelle Kluft zwischen sich und den AfrikanerInnen sinnieren, die gewisse „Vorsichtsmaßnahmen“ erfordert. Die Einheimischen jenseits des Zauns der Erdölanlage haben Angst, aus ihren „armseligen“ Hütten vertrieben zu werden. Im TV behauptet Hillary Clinton, dass „wir“ keinen neuen Kolonialismus in Afrika wollen, während ihre Landsleute von „Win-win-Situationen“ schwärmen. Wer ist „wir“? Der Film verzichtet auf die Antwort, um die Komplexität einer der brisantesten Fragen unserer Zeit aufzuzeigen. Ratlos, fordernd und provozierend.

Komödie, F/AT, 2014; 110 Minuten; FSK n.v., zum Trailer

 

WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS

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Der Postbeamte und Südfranzose Philippe Abrams wird unfreiwillig versetzt – zu den Sch’tis, wie die Nordlichter wegen ihre Dialekts genannt werden. Zwei Welt prallen aufeinander! Schnell merkt Philippe, dass er den Sch’ti-Dialekt zwar nicht versteht, die Menschen aber sehr herzlich sind. Allen voran der Postbote Antoine, der bald sein bester Freund wird. Dazu bereitet ihm seine Frau Julie an den freien Wochenenden im Süden den Himmel auf Erden, und er ist im angeblich barbarischen Norden so glücklich wie noch nie. Alles läuft bestens – bis Julie eines Tages beschließt, Philippe vor Ort beizustehen. Der sieht sich nun gezwungen, Antoine und dem Rest seiner MitarbeiterInnen zu gestehen, dass er sie seiner Frau als unzivilisierte Horde beschrieben hat. Er muss sich schnell etwas einfallen lassen…

Komödie, F, 2008; 88 Minuten; FSK 0, zum Trailer

 

 

FILME FÜR KINDER

 

AMAZONIA – ABENTEUER IM REGENWALD

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Nach einem Flugzeugabsturz kann der Kapuzineraffe Saï aus seinem Käfig entkommen und begibt sich in der Wildnis des Amazonas-Dschungels auf eine außergewöhnliche Reise. In Gefangenschaft geboren und aufgewachsen, jagen ihm der riesige Regenwald und seine Bewohner gehörigen Respekt ein. Allein auf weiter Flur wagt sich das Äffchen Schritt für Schritt in die neue Freiheit vor und entdeckt dabei die großartige Artenvielfalt des größten Regenwalds der Erde. Ein wundervolles Abenteuer voller Geheimnisse, Gefahren und Herausforderungen beginnt. Im Dickicht der Natur begegnet Saï unter anderem geschmeidigen Jaguaren, hungrigen Krokodilen, gigantischen Anakondas und skurrilen Ameisenbären.

Dokumentation, FR/BRA, 2013; 83 Minuten; FSK 0, zum Trailer

 

BELLE UND SEBASTIAN

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Frankreich während des 2. Weltkriegs: In einem abgelegenen Bergdorf soll eine Bestie ihr Unwesen treiben und die Schafe reißen. Doch der kleine Waisenjunge Sebastian findet heraus, dass das angebliche Ungeheuer ein harmloser Hund ist, mit dem er sich schnell anfreundet. Vor der Dorfgemeinschaft aber muss Sebastian die Hündin Belle verstecken. Und dann wartet auf die ungleichen Freunde ein großes Abenteuer, bei dem die deutschen Besatzer, jüdische Flüchtlinge und mutige Fluchthelfer eine Rolle spielen.

Abenteuer-/Drama-/Familienfilm, F, 2013; 95 Minuten; FSK 0 zum Trailer

 

 

BIBI UND TINA 4 – TOHUWABOHU TOTAL

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Das Tohuwabohu ist perfekt: Bibi und TIna begegnen einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur, den kann man nicht überzeugen und selbst Bibi kommt mit Hexerei nicht weiter. Außerdem ist Schloss Falkenstein „under construction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt. Und als wäre das nicht genug, wird Tina schließlich auch noch entführt. Bei all dem Chaos wird am Ende eines ganz klar: Wirkliche Veränderungen entstehen durch gemeinsame Aktionen und Anstrengungen, nicht durch Hexerei.

Abenteuer-/Familienfilm, D, 2016; 110 Minuten; FSK 0 zum Trailer

 

ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS

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Weil ihre alleinerziehende Mutter unerwartet zurück nach Vietnam reisen muss, versorgt die elfjährige Linh nun alleine ihre kleine Schwester Tien und kümmert sich auch noch um den Imbiss, den ihre Mutter führt. Natürlich darf das niemand erfahren, am wenigsten das Jugendamt. Das größte Problem für Linh jedoch hat rote Haare, ein Fernrohr und grinst frech: Pauline. Die Draufgängerin von gegenüber spioniert die Nachbarschaft aus und kann sich nichts Schöneres als ein Leben ohne Eltern vorstellen. Als Pauline die vietnamesischen Schwestern erpresst, mit ihr eine Bande zu gründen, beginnt für die drei Mädchen ein waghalsiges Abenteuer.

Familienfilm/Drama, D, 2016; 96 Minuten; FSK 0, zum Trailer