Filmverleih – Jahr der Vielfalt – 2017

Es gibt viele Filme, die sich mit den Themen Heimat, Flucht, Ankommen in der Fremde und Integration auseinandersetzen. Sie sind ein gutes Mittel, um in der Gemeinde Bewusstsein für diese Themen und für VIELFALT zu schaffen und über die gezeigten Themen ins Gespräch zu kommen.

Wir freuen uns, dass wir allen interessierten Initiativen, Gemeinden und Organisationen im Jahr der Vielfalt einen kostenlosen Filmverleih anbieten können. Sie können aus folgenden Filmen auswählen:

 

300 WORTE DEUTSCH

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Köln ist für MigrantenInnen ein heißes Pflaster geworden, seit der unerbittliche Dr. Ludwig Sarheimer vom Ausländeramt die „illegalen Schmarotzer und Ziegenhirten“ mit Abschiebung bedroht. Erbittert wehrt sich Moschee-Vorsteher Demirkan gegen die Behördenwillkür, denn er vermittelt jungen Männern Bräute aus der türkischen Heimat – auch wenn die Bescheinigung über deren Deutschkenntnisse gefälscht ist. Doch selbst Demirkans eigene Tochter Lale rebelliert gegen die traditionelle Heiratsvermittlung des Vaters – sie hat sich an das selbstbestimmte Leben einer Kölner Studentin gewöhnt. Richtig kompliziert wird es, als sie sich ausgerechnet in Sarheimers Neffen und Mitarbeiter Marc verliebt…

Komödie, D, 2014; 96 Minuten; Regie: Züli Aladag; Mit: Pegah Ferydoni, Christoph Maria Herbst, Vedat Erincin, Christoph Letkowski; zum Trailer

 

ALLES UNTER KONTROLLE!

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Für den Polizisten José Fernandez gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: er wird endlich befördert zu einer Spezialeinheit und darf sich vom unerfreulichen Alltag des Grenzpolizisten verabschieden. Die schlechte Nachricht: ein letztes Mal muss er noch nach Kabul, um den straffälligen Karzaoui in sein Heimatland abzuschieben. Jetzt heißt es, den Flüchtling unkompliziert loszuwerden, sonst wird es schwierig mit der Beförderung. Doch es gibt ein Problem: im Fall Karzaoui ist der Justiz eine Panne unterlaufen, und Karzaoui ist entsprechend verstimmt. José hat sich seinen letzten Flüchtling deutlich resignierter vorgestellt. Doch weit gefehlt! Als das Flugzeug auf einer Ferieninsel notlanden muss, nutzt der renitente Karzaoui die Gunst der Stunde und macht sich mit falscher Identität und einem Heizkörper bewaffnet aus dem Staub. José und sein trinkfester Kollege Guy jagen ihrem Ordnungsauftrag hinterher und müssen bald selbst erleben, wie schnell es mit der schützenden Identität vorbei sein kann.

Komödie, F, 2016; 90 Minuten; Regie: Philippe de Chauveron; Mit: Ari Abittan, Medie Sadoun, Cyril Leomte, Slimane Dazi; zum Trailer

 

ALMANYA

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„Wer oder was bin ich eigentlich – Deutscher oder Türke?“ Diese Frage stellt sich der sechsjährige Cenk Yilmaz, als ihn beim Fußball weder seine türkischen noch seine deutschen Mitschüler in ihre Mannschaft wählen. Um Cenk zu trösten, erzählt ihm seine 22-jährige Cousine Canan die Geschichte ihres Großvaters Hüseyin, der Ende der 1960er-Jahre als Gastarbeiter nach Deutschland kam und später seine Frau und Kinder nach „Almanya“ nachholte. Deutschland ist längst zur Heimat der Familie geworden, Hüseyin und seine Frau haben die deutsche Staatsbürgerschaft, doch Hüseyin hat eine für ihn viel wichtigere Nachricht zu überbringen: Er habe in der Türkei ein Haus gekauft und wolle nun mit seiner ganzen Familie in die alte Heimat fahren. Widerworte werden nicht geduldet, und so beginnt eine Reise voller Erinnerungen, Streitereien und Versöhnungen – bis der Familienausflug eine unerwartete Wendung nimmt.

Komödie, D, 2010; 97 Minuten; Regie: Yasemin Samdereli; Mit: Vedat Erincin, Fahri Ogün Yardim, Lilay Huser; zum Trailer

 

DEINE SCHÖNHEIT IST NICHTS WERT…

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Der 12-jährige Veysel, halb Kurde, halb Türke, steckt in einem veritablen Schlamassel. Aufgrund seiner mangelnden Sprachkenntnisse ist er ein Problemschüler, aber die Aufenthaltsbewilligung seiner Eltern hängt von Veysels schulischen Leistungen ab. Veysel flüchtet sich in Tagträume und an die Seite von Ana, in die er heimlich verliebt ist. Als Veysel ein Gedicht auf Deutsch vortragen muss, bittet er seinen Nachbarn Cem um Hilfe. Der türkische Macho soll ihm dabei helfen, das Gedicht „Deine Schönheit ist nichts wert“ von Asik Veysel ins Deutsche zu übersetzen. Cem ist erstaunt, dass ein 12-jähriger sich für die Musik und Texte des berühmtesten türkischen Dichters und Sängers des 20. Jahrhunderts interessiert. Nach anfänglichem Zögern entschließt er sich, dem Jungen helfen.

Drama, AUT, 2012; 85 Minuten; Regie: Hüseyin Tabak; Mit: Abdulkadir Tuncer, Nazmi Kirik, Lale Yavas, Orhan Yildirim; zum Trailer

 

DIE 727 TAGE OHNE KARAMO

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Eine Liebesgeschichte: Zwei Menschen lernen einander kennen, verlieben sich ineinander, heiraten. An diesem Punkt greift der österreichische Staat ein. Zu möglichen Problemen in der Partnerschaft kommen die Probleme, die von der österreichischen Asylgesetzgebung verursacht werden. Und so endet diese Liebesgeschichte oft mit einer Trennung – weil der behördliche Druck zu stark war. Denn Anja Salomonowitz erzählt in ihrem neuen, bei der Berlinale uraufgeführten Dokumentarfilm von binationalen Paaren, von einem Alltag zwischen Deutschkursen und Hausdurchsuchungen. In einem raffiniert komponierten Mosaik fügen sich Momentaufnahmen einer Geschichte Szene um Szene zu einer durchgehenden Erzählung mit vielen ProtagonistInnen.

Dokumentarfilm, AUT, 2013; 82 Minuten; Regie: Anja Salomonowitz zum Trailer

 

 

DREIVIERTELMOND

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Hartmut Mackowiak steht unter Schock. Seine Frau verlässt ihn nach 30 Ehejahren für einen anderen Mann. Plötzlich muss er sein Leben noch einmal vollkommen neu ordnen und dabei hat der mürrische Taxifahrer doch am liebsten seine Ruhe und verschanzt sich hinter einem Panzer aus Vorurteilen, Selbstgenügsamkeit und skeptischer Ablehnung gegenüber allem Fremden und Neuen. Da passt es ihm auch gar nicht, dass plötzlich die 6-jährige Hayat mutterseelenallein in seinem Taxi auftaucht, kein Deutsch spricht und nun auf seine Hilfe angewiesen ist. Alle Versuche, sie los zu werden, scheitern. Und obwohl er gerade seine Frau zur Rückkehr bewegen will, macht er sich schließlich auf die Suche nach Hayats Mutter. Dabei dämmert es ihm: Vielleicht ist es nicht er, der Hayat hilft, sondern sie ihm… .

Drama, D, 2011; 95 Minuten; Regie: Christian Zübert; Mit: Elmar Wepper, Mercan Türkoglu; zum Trailer

 

EIN AUGENBLICK FREIHEIT

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Tempo- und ereignisreich erzählt „Ein Augenblick Freiheit“ von der Odyssee dreier iranisch/kurdischer Flüchtlingsgruppen: einem Ehepaar, zwei jungen Männern mit zwei Kindern und einem ungleichen, befreundeten Männerpaar. Sie alle flüchten aus dem Iran und dem Irak und landen in der türkischen Hauptstadt, wo sie, die Freiheit vor Augen, in einem wenig vertrauenswürdigen Hotel tagtäglich auf den positiven Bescheid ihrer Asylanträge warten. Hoffnung und zugleich Ungewissheit charakterisieren diese erzwungene Pause auf dem Weg in ihre Unabhängigkeit. Der junge österreichisch-iranische Filmemacher Arash T. Riahi setzt die Flucht und das eigentümliche Zwischenstadium der Asylwerbenden mit tragischer Komik und enormer Spannung in Szene.

Drama, AUT/F/TUR, 2008; 110 Minuten; Regie: Arash T. Riahi; Mit: Navid Akhavan, Michael Niavarani, Fares Fares; zum Trailer

 

LIEBE HALAL

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Im libanesischen Beirut vibriert das Leben. Hier leben junge Frauen und Männer, die die Regeln des Islams respektieren und trotzdem Spaß an der Liebe haben wollen. – Doch was ist erlaubt? Wie geht Liebe halal?
Die schöne Loubna hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und hofft auf einen Neuanfang mit ihrer Jugendliebe Abou Ahmad, der sich jedoch nur eine Ehe auf Zeit und zum Vergnügen wünscht. Awatef hat das Hausfrauenleben gründlich satt. Die Scherereien mit ihren Töchtern sind jedoch nichts gegen die allnächtliche Bürde, mit ihrem liebeshungrigen Mann schlafen zu müssen. Kurzerhand beschließt sie, eine Zweitfrau zu engagieren, doch damit gehen die Probleme erst richtig los. Direkt nebenan wohnt der eifersüchtige Mokhtar mit seiner hübschen Frau Batoul. Leider hat sich Mokthar im Eifer des Gefechts schon drei Mal von Batoul getrennt. Um sie zurückzugewinnen, muss er nach islamischem Gesetz zuerst einen anderen Mann für sie finden.

Komödie, D/LBN, 2015; 94 Minuten; Regie: Assad Fouladkar; Mit: Darine Hamze, Rodrigue Sleiman, Hind Khadra, Hussein Mokaddem zum Trailer

 

MACONDO

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Der elfjährige Ramasan lebt mit seiner Mutter Aminat und seinen beiden jüngeren Schwestern in Macondo, einer Flüchtlingssiedlung am Stadtrand von Wien. Seit dem Tod des Vaters gilt er nach den Vorstellungen der tschetschenischen Gesellschaft als „Mann im Haus“. Aminat ist auf Ramasans Hilfe angewiesen, da er viel besser Deutsch spricht als sie. Ramasans Leben verändert sich, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in Macondo einzieht. Ramasan sucht die Nähe Isas, doch dieser gibt nichts über seine Vergangenheit preis. Als auch Aminat Interesse an Isa zeigt, gerät Ramasan in einen emotionalen Konflikt.
Macondo gibt es tatsächlich – zwischen Ostautobahn, Kläranlage und Alberner Hafen liegt die Flüchtlingssiedlung Zinnergasse, in der seit den 1950er-Jahren, unbemerkt von einem Großteil der Wiener Bevölkerung, Menschen aus Krisengebieten der ganzen Welt untergebracht sind. Den Namen erhielt die Siedlung in den 1970er-Jahren nach dem Schauplatz von Gabriel García Marquez‘ berühmten Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“. Derzeit leben etwa 2000 Menschen aus über 20 Ländern in Macondo, „wo sich die Kriege der letzen Jahrzehnte wie Jahresringe auf einem Baumstamm abbilden.“ (Sudabeh Mortezai)

Drama, AUT, 2013; 98 Minuten; Regie: Sudabeh Mortezai; Mit: Ramasan Minkailov, Aslan Elbiev, Kheda Gazieva, Rosa Minkailova zum Trailer

 

MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER

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Monsieur Claude und seine Frau Marie führen ein zufriedenes Leben in der französischen Provinz. Ihre konservative Lebensweise wird auf eine harte Probe gestellt, als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslimen, einem Juden und einem Chinesen verheiraten. Musik in den Elternohren ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen französischen Katholiken zu heiraten. Doch als sie ihrem vierten Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Doch auch Charles‘ Familie knirscht über diese Partie mächtig mit den Zähnen. Weniger um bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen als sie zu sabotieren, lassen sich die Eltern auf ein Kennenlernen ein. Was folgt ist ein Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile. Bis das familiäre Federnrupfen dem Brautpaar die Lust an der Hochzeit zu verderben droht.

Komödie, F, 2014; 97 Minuten; Regie: Philippe de Chauveron; Mit: Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Medi Sadoun zum Trailer

 

SCHWEIZER HELDEN

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Sabine findet sich über die Weihnachtszeit plötzlich alleine. Um bei Familie und Freunden Anerkennung zu gewinnen, entschließt sie sich, mit Asylbewerbern die Geschichte von Wilhelm Tell aufzuführen. Ein Unterfangen, auf das sie in vieler Hinsicht nicht vorbereitet ist. Die Asylbewohner haben ihre eigenen Probleme und nicht auf Sabine gewartet. Als die Tell-Aufführung ins mediale Scheinwerferlicht gerät, geht Sabine an ihre Grenzen und darüber hinaus, um das Theaterstück zum Erfolg zu führen. Erst danach merkt sie: Was wirklich zählt, ist etwas ganz anderes.

Komödie, CH, 2014; 94 Minuten; Regie: Peter Luisi; Mit: Esther Gemsch, Klaus Wildbolz, Kam il Krejci, Uygar Tamer zum Trailer

 

SEEFEUER

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Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.
Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde.

Dokumentarfilm, IT/F, 2015; 108 Minuten; Regie: Gianfranco Rosi; Mit: Samuele Pucillo, Matthias Cucina, Samuele Caruana, Pietro Bartolo zum Trailer

 

WICHTIGE INFORMATION ZUR ANMELDUNG!!!

Sie können sich mit dem folgenden Formular bis 30. Juni 2017  für eine Filmaufführung anmelden.

Die von Ihnen geplante Filmaufführung kann zwischen 31. Juli 2017 und 31. Dezember 2017 stattfinden.

Mit dem Ausfüllen des Formulars, können wir leider noch keine fixe Aufführung garantieren, da dies vorab noch rechtlich abgeklärt werden muss. Sie bekommen aber bis spätestens 10. Juli 2017 über eine mögliche Aufführung und alle weiteren wichtigen Informationen Bescheid.