Filmverleih

Integration beginnt in der Gemeinde! Erfolgreiche Integration vor Ort ist der Schlüssel zu einer funktionierenden Gesellschaft und einem gelingenden Zusammenleben. Dies ist auch im Masterplan Integration und im Integrationsleitbild des Landes OÖ festgehalten.

Um ein gegenseitiges Kennenlernen in der Gemeinde zu fördern und vielfältige Begegnungen zu ermöglichen bietet ZusammenHelfen in Oberösterreich auch 2022 wieder einen kostenlosen Filmverleih an.

Ablauf

Es gibt viele Filme, die sich mit den Themen Heimat, Flucht, Ankommen in der Fremde und Integration auseinandersetzen. Sie sind ein gutes Mittel, um Bewusstsein für diese Themen zu schaffen und über die gezeigten Themen ins Gespräch zu kommen. Filme, die sich mit der österreichischen Zeitgeschichte beschäftigen, schaffen ein Bewusstsein für das Land, in dem man lebt. Außerdem gibt es auch ein Angebot an Kinderfilmen, um Begegnungen für die ganze Familie zu ermöglichen.

Die Filmvorführungen sollen unter dem Motto BEGEGNUNG stehen. Wir empfehlen den Organisator:innen, dass jemand durch die Veranstaltung führt, den Inhalt vorstellt und im Anschluss auch zur Diskussion einlädt und diese leitet. Bei den bisherigen Filmabenden wurden die Begegnungen oft auch dadurch unterstützt, dass unterschiedliche Menschen für Erzählungen, Diskussionspunkte und das leibliche Wohl gesorgt haben: Rückblick Filmabende.

Anmeldung

Anmeldungen sind ab jetzt für 2022 möglich. Die Anmeldeanzahl ist begrenzt – es gilt das Prinzip first come, first served!

Zum Anmeldeformular

 

Unterstützung

„ZusammenHelfen in Oberösterreich“ unterstützt Interessierte gerne mit Informationen sowie Tipps & Tricks bei der Planung und Umsetzung der Filmvorführungen und stellt bei Bedarf auch Werbemitteldruckvorlagen zur Verfügung: +43 664 533 17 58 oder info@zusammen-helfen.at

 

Filmauswahl

Für alle Informationen zum Film einfach auf den Titel klicken.

AKTE GRÜNINGER

 

Februar 1939: Die Schweiz schließt ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Doch weiterhin gelangen Hunderte von Menschen ohne gültiges Visum über die Grenze. Im Laufe von Ermittlungen erhärtet sich der Verdacht, dass der St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger (Stefan Kurt) Flüchtlinge ohne gültige Visa hereinlässt. Grüninger gesteht zwar seine Taten, doch dass er damit gegen das Gesetz und somit gegen die Staatssicherheit handle, will er partout nicht einsehen.

Geschichte, CH/AUT/DE 2013; 90 Minuten; FSK k.A., zum Trailer

ANGELO

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Die Geschichte des berühmten „Hofmohren“ Angelo Soliman, mythologische Figur der Wiener Stadtgeschichte, einst als Kindersklave gekauft, später Kammerdiener, herumgereichtes Exponat der Sammlung, Freimaurer, nach seinem Ende präpariertes Ausstellungsobjekt. „Based on a true story“ und ein Teil europäischer Geschichte. Angelo erzählt Kolonialgeschichte, körperliche und geistige Vereinnahmung. Ein Film über Deutungshoheiten. Und die Chronologie eines Verstummens.

Drama, AUT/LUX 2018; 111 Minuten; FSK 16, zum Trailer

DÄMONEN UND WUNDER – DHEEPAN

Der tamilische Freiheitskämpfer Dheepan verlor im Bürgerkrieg in Sri Lanka Frau und Kind. Nun versucht er, sich in einem heruntergekommenen Pariser Vorort ein neues Leben aufzubauen. Dazu lebt er zum Schein mit einer ihm fremden jungen Frau und einem kleinen Mädchen, denn die gefälschten Pässe geben sie als Familie aus. Im Kampf um Anpassung und Freiheit geraten sie mitten in einen Bandenkrieg im Drogenmilieu, und Dheepan muss seine neue Familie verteidigen.

Drama, FR, 2015; 114 Minuten; FSK 16, zum Trailer

DAS RADIKAL BÖSE

Wie werden aus ganz normalen jungen Männern Massenmörder? Warum töten ehrbare Familienväter Tag für Tag, jahrelang, Frauen, Kinder und Babys? Warum verweigerten so wenige den Befehl, obwohl es ihnen freigestellt war? Stefan Ruzowitzkys Filmessay beschäftigt sich mit den systematischen Erschießungen jüdischer Zivilisten durch deutsche Einsatzgruppen in Osteuropa und der Suche nach den Ursachen des Bösen. Wir hören die Gedanken der Täter aus Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Gerichtsprotokollen, sehen in junge Gesichter, Projektionsflächen für Assoziationen und Erkenntnisse. Ergänzt mit historischen Aufnahmen, den Aussagen renommierter Forscher und den überraschenden Ergebnissen psychologischer Experimente führt der Film hin zu „dem radikal Bösen“, einer Blaupause des Genozid.

Dokumentarfilm, DE/AUT, 2013; 96 Minuten; FSK 12, zum Trailer

DEINE SCHÖNHEIT IST NICHTS WERT …

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Der 12-jährige Veysel, halb Kurde, halb Türke, steckt in einem ziemlichen Schlamassel. Aufgrund seiner mangelnden Sprachkenntnisse ist er ein Problemschüler, aber die Aufenthaltsbewilligung seiner Eltern hängt von Veysels schulischen Leistungen ab. Veysel flüchtet sich in Tagträume und an die Seite von Ana, in die er heimlich verliebt ist. Als Veysel ein Gedicht auf Deutsch vortragen muss, bittet er seinen Nachbarn Cem um Hilfe. Der türkische Macho soll ihm dabei helfen, das Gedicht „Deine Schönheit ist nichts wert“ von Asik Veysel ins Deutsche zu übersetzen. Cem ist erstaunt, dass ein 12-jähriger sich für die Musik und Texte des berühmtesten türkischen Dichters und Sängers des 20. Jahrhunderts interessiert. Nach anfänglichem Zögern entschließt er sich, dem Jungen helfen.

Drama, AUT, 2012; 85 Minuten; FSK 6, zum Trailer

DIE 727 TAGE OHNE KARAMO

Eine Liebesgeschichte: Zwei Menschen lernen einander kennen, verlieben sich ineinander, heiraten. An diesem Punkt greift der österreichische Staat ein. Zu möglichen Problemen in der Partnerschaft kommen die Probleme, die von der österreichischen Asylgesetzgebung verursacht werden. Und so endet diese Liebesgeschichte oft mit einer Trennung – weil der behördliche Druck zu stark war. Denn Anja Salomonowitz erzählt in ihrem neuen, bei der Berlinale uraufgeführten Dokumentarfilm von binationalen Paaren, von einem Alltag zwischen Deutschkursen und Hausdurchsuchungen. In einem raffiniert komponierten Mosaik fügen sich Momentaufnahmen einer Geschichte Szene um Szene zu einer durchgehenden Erzählung mit vielen ProtagonistInnen.

Dokumentarfilm, AUT, 2013; 82 Minuten; FSK k.A., zum Trailer

DIE BAULICHE MASSNAHME

Im Zuge der sogenannten ‚Flüchtlingskrise‘ Ende 2015 werden die einst offenen Grenzen Europas auch innerhalb der Europäischen Union wieder geschlossen. Als „bauliche Maßnahme“ bezeichnen die ehemalige österreichische Innenministerin und der damalige Bundeskanzler Grenzzäune, die entlang der slowenischen Grenze gebaut werden. Und als 2016 syrische Flüchtlinge vermehrt über die gefährliche Mittelmeerroute nach Italien aufbrechen, befürchtet die österreichische Politik einen ‚Ansturm‘ auf die italienisch-österreichische Brennergrenze und kündigt symbolträchtig die Errichtung einer weiteren ‚baulichen Maßnahme‘ am Brenner an. Nikolaus Geyrhalter beschäftigt sich in diesem Film mit der Grenzregion Brenner und mit den BewohnerInnen, während ein politischer Beschluss, der auf Befürchtungen (und Spekulationen) und Angst basiert, droht, nicht nur auf die Region, sondern auf ganz Europa Auswirkungen zu haben. Was bedeutet eine solche Maßnahme (= ein Grenzzaun) für die BewohnerInnen?

Dokumentarfilm, AUT, 2018; 112 Minuten; FSK k.A., zum Trailer

DIE MIGRANTIGEN

Plakat von "quot;Marko und Benny, zwei Wiener mit sogenanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem ethnisch durchmischten Vorstadtviertel, von der ambitionierten TV-Regisseurin Marlene Weizenhuber, die nach ProtagonistInnen für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben. Damit ihre Lüge nicht auffliegt, bauen sie sich eine zweite Identität, die aus Klischees und Vorurteilen besteht. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit den echten Integrationsschicksalen auseinander – auch mit ihren eigenen.

Komödie, AUT, 2017; 90 Minuten; FSK 12, zum Trailer

DOLMETSCHER

Als ihn ein überraschender Fund mit der Nazi-Vergangenheit konfrontiert, beschließt der 80-jährige Ali Ungàr (Jiri Menzel) nach Wien zu reisen und den mutmaßlichen Mörder seiner Eltern zur Rede zu stellen. Statt diesem findet er jedoch nur dessen Sohn, Georg Graubner (Peter Simonischek), vor. Obwohl Georg sich sein Leben lang nicht mit seinem Vater oder dessen Vergangenheit beschäftigen wollte, weckt Ali doch sein Interesse, und die beiden begeben sich auf Spurensuche in die Slowakei. Was sie dabei über das Land, die Vergangenheit und sich selbst herausfinden, bringt die Männer, die absolut nichts gemeinsam zu haben scheinen, nicht nur einander- sondern auch sich selbst näher.

Drama/Komödie, SK/CZ/AUT, 2018; 113 Minuten; FSK 12, zum Trailer

DONBASS

Der Donbass in der Ostukraine. Seit 2014 herrscht hier ein blutiger Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. In 13 kaleidoskopartigen, absurden Episoden zeigt Regisseur Sergei Loznitsa ein Land, das zwischen informellen Machtstrukturen, Korruption und Fake News zerrieben wird. Eine Gruppe Schauspieler inszeniert einen TV-Beitrag über einen fingierten feindlichen Anschlag; aus Rache für einen vermeintlichen Rufmord kippt eine Politikerin Fäkalien über den Kopf eines Chefredakteurs; ein Mann führt durch eine weitverzweigte Bunkeranlage, in dem dutzende Menschen Zuflucht vor Feuerbeschuss suchen. Beschlagnahmungen, Kontrollschikanen und Prügelstrafen sind an der Tagesordnung. Der kalte Horror von Angst, Gewalt und Hysterie erfasst mehr und mehr Bereiche des Lebens und nimmt immer groteskere Züge an …

 

DONBASS eröffnete in Cannes die Sektion „Un Certain Regard“ und wurde von der internationalen Presse als Meisterwerk gefeiert. Sergei Loznitsa erhielt für seine medienkritische und hochpolitische Farce den Sektions-Preis für die Beste Regie.

 

Drama, UA, 2018; 121 Minuten; FSK 12, zum Trailer

DREI GESICHTER

Die bekannte iranische Schauspielerin Behnaz Jafari erhält eine Videobotschaft eines weiblichen Fans. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Regisseur Jafar Panahi, macht sie sich auf die Suche nach dem Mädchen. Die Reise in den Norden des Landes bringt überraschende Begegnungen: Dorfbewohner, die einspurige Bergstraßen mit cleveren Hupecodes passierbar machen; alte Frauen, die in ausgehobenen Gräbern Probe liegen, und potente Zuchtbullen, die den Weg versperren. Im Bergdorf des Mädchens angekommen, versuchen die beiden das Geheimnis um das Video endlich zu lösen.

Drama/Roadmovie, Iran 2018; 100 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

EIN AUGENBLICK FREIHEIT

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Ein auf wahren Begebenheiten basierender Ensemblefilm, der die Odyssee mehrerer Flüchtlinge aus dem Iran über Kurdistan in die Türkei und schließlich nach Österreich aufzeigt. Treue und politische Ideale, Überlebenswille und Humor zeichnen diesen Film aus, der sich auch als Reaktion und Kommentar zur politischen Situation im heutigen Europa versteht, wo Rassismus und Fremdenhass ein erschreckendes Maß an Akzeptanz erreicht haben.

Drama, AUT/F/TUR, 2008; 110 Minuten; FSK 12, zum Trailer

EIN BISSCHEN BLEIBEN WIR NOCH

 

Die tschetschenischen Flüchtlingskinder Oskar (Leopold Pallua) und Lilli (Rosa Zant) leben seit sechs Jahren in Österreich, aber sie haben noch immer kein dauerhaftes Bleiberecht. Als die Familie abgeschoben werden soll, unternimmt ihre psychisch labile Mutter einen Selbstmordversuch. Der versuchte Suizid bewirkt zwar einen Aufschub der Abschiebung, aber Oskar und Lilli werden von ihrer Mutter getrennt und vorerst bei verschiedenen Pflegeeltern untergebracht. Eine bittersüße Odyssee über die vielen Möglichkeiten wie man die Welt um sich wahrnehmen kann um zu überleben.

Drama, AUT 2019; 115 Minuten; FSK 6, zum Trailer

EIN SACK VOLL MURMELN

 

Paris, 1941. Weil es in der besetzten Hauptstadt zu gefährlich geworden ist, plant die jüdische Familie Joffo die Flucht nach Südfrankreich, das noch nicht in deutscher Hand ist. Eine gemeinsame Reise wäre zu auffällig, daher schicken die Eltern den zehnjährigen Joseph und seinen älteren Bruder Maurice allein auf den Weg. Ein gefährliches Abenteuer erwartet die Jungen, denn niemand darf erfahren, dass sie Juden sind.

Spielfilm, Kanada/Frankreich/Tschechische Republik 2017; 110 Minuten; FSK 12, zum Trailer

ELDORADO

Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.
70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.

Drama/Dramedy, CH/DE 2018; 92 Minuten; FSK 6, zum Trailer

FÜR SAMA

 

FÜR SAMA ist eine Liebeserklärung einer jungen Mutter an ihre Tochter. Der Film erzählt die Geschichte von Waad al-Kateabs Leben in Aleppo: angefangen von den Aufständen in der syrischen Stadt über die Liebe zu ihrem Mann, ihre Hochzeit bis hin zur Geburt ihrer Tochter Sama – und all das inmitten eines katastrophalen Krieges. Mit ihrer Kamera liefert Waad al-Kateab unfassbare Bilder über Verlust, Freude und Überleben.

Dokumentarfilm, GB 20193; 95 Minuten; FSK 16, zum Trailer

GISPY QUEEN

 

Richtig viel Glück hatte Ali bislang nicht im Leben. Von ihrem Vater wurde sie verstoßen, weshalb die Rumänin nach Deutschland zog, um dort noch einmal neu anzufangen. Als alleinerziehende Mutter ist es hart, über die Runden zu kommen. Zumal auch der Job als Putzkraft wenig einbringt, nicht zuletzt wegen ihrer Chefin, welche die Not der ausländischen Frauen skrupellos ausnutzt. Doch dann begegnet sie zufällig Tanne, der früher Boxer war und in der ebenfalls boxerfahrenen Ali ein großes Talent erkennt …

Drama, AUT/DE 2019; 117 Minuten; FSK 12, zum Trailer

HALALELUJA

Ein Inder in Irland – der junge Ragdan hat schon vor einigen Jahren Reißaus genommen vor den traditionellen Heiratsplänen, die sich sein Vater für ihn ausgedacht hat. In Sligo, einem kleinen irischen Küstenort, hat er bei seinem Onkel ein neues Leben gefunden. Plötzlich steht sein Vater vor der Tür – und zwar mit einem Geburtstagsgeschenk, das für Ragdans indisch-irische Ohren völlig absurd klingt: einem Schlachthof, den er zusammen mit seinem Vater in einen Halal-Betrieb verwandeln soll.

Komödie, IRE/DE/FR 2017; 95 Minuten; FSK 12, zum Trailer

HAPPY END

Die Flüchtlingswelle ist Mitte der 2010er Jahre in Europa angekommen. Auch in Calais, am Ärmelkanal, befindet sich ein Flüchtlingslager, in dem nicht immer die besten Bedingungen herrschen. Eine gutbürgerliche Familie, die Laurents, die im Norden Frankreichs in der Blase ihres eigenen Wohlstandes lebt, ist von der Krise in der nur ein paar Kilometer entfernten Hafenstadt allerdings fast gar nicht betroffen. Sie haben sowieso alle ihre eigenen Probleme: Familienoberhaupt George hat gerade einen Selbstmordversuch hinter sich und sitzt im Rollstuhl. Seine Tochter Anne ist mit Lawrence Bradshaw verlobt und leitet das familieneigene Bauunternehmen. Ihr Sohn Pierre sieht sich hingegen noch nicht als zukünftiger Chef. Georges Sohn Thomas hingegen ist Arzt und frischgebackener Vater mit seiner zweiten Frau Anaïs, aber untreu, was wiederum seine Tochter aus erster Ehe, Eve, herausfindet.

Drama, FR/DE/AUT 2017; 107 Minuten; FSK 12, zum Trailer

INNEN LEBEN

 

Während draußen der Krieg tobt, verwandelt die resolute Oum Yazan ihre kleine Wohnung in einen sicheren Hafen für Familie und Nachbarn. Verzweifelt versucht sie, zum Schutz der Gemeinschaft den Alltag aufrechtzuerhalten und das Geschehen außerhalb auszublenden. Doch früher oder später muss auch sie die Tür öffnen und die Wirklichkeit hereinlassen.

Drama, Belgien/Frankreich/Libanon 2017; 85 Minuten; FSK 12, zum Trailer

JOY

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Joy erzählt die Geschichte einer jungen Frau aus Nigeria, die im Teufelskreis von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung gefangen ist. Sie arbeitet in Wien als Prostituierte, um sich von ihrer Zuhälterin freizukaufen, ihre Familie in Nigeria zu unterstützen und ihrer kleinen Tochter eine Zukunft zu sichern. Die Freiheit scheint für Joy in greifbarer Nähe, als ihr ihre Zuhälterin die Kontrolle über Precious übergibt, ein junges Mädchen aus Nigeria, das sich nicht in sein Schicksal fügen will. Der Film gibt Einblick in das Leben von Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden und nimmt dabei durchgängig die Perspektive der Frauen ein. Er zeigt die privaten Momente, den alltäglichen Kampf, die komplexen Machtbeziehungen, und auch die Stärke und Würde dieser Frauen, die auf Europas Straßenstrichen arbeiten. Dabei offenbart der Film ein System der Ausbeutung, in dem die Grenzen zwischen Ausbeuterin, Komplizin und Opfer fließend sind.

Drama, AT 2018; 101 Minuten; FSK 16, zum Trailer

KLEINE GERMANEN

Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, die immer stärker von Extremen bestimmt wird: der Kampf um Demokratie auf der einen Seite, der Ruf nach nationaler Abschottung auf der anderen. KLEINE GERMANEN erzählt in einer Verbindung aus Animations- und Dokumentarfilm von Kindern, die in rechtsextreme Familien hineingeboren und tagtäglich darauf getrimmt werden das vermeintlich Fremde zu hassen. Wie fühlt es sich an, in einer Welt aufzuwachsen, in der Mitgefühl zweitrangig ist und „die Nation“ über allem steht? Und was wird aus diesen „kleinen Germanen“ wenn sie später einmal groß sind? Der Dokumentarfilm blickt aber auch über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist – und konfrontiert das Publikum mit ProtagonistInnen, die ihre Kinder im Geist einer demokratiefeindlichen Welt erziehen.

Dokumentarfilm, AT/DE 2018; 89 Minuten; FSK 12, zum Trailer

MACONDO

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Der elfjährige Ramasan lebt mit seiner Mutter Aminat und seinen beiden jüngeren Schwestern in Macondo, einer Flüchtlingssiedlung am Stadtrand von Wien. Seit dem Tod des Vaters gilt er nach den Vorstellungen der tschetschenischen Gesellschaft als „Mann im Haus“. Aminat ist auf Ramasans Hilfe angewiesen, da er viel besser Deutsch spricht als sie. Ramasans Leben verändert sich, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in Macondo einzieht. Ramasan sucht die Nähe Isas, doch dieser gibt nichts über seine Vergangenheit preis. Als auch Aminat Interesse an Isa zeigt, gerät Ramasan in einen emotionalen Konflikt. Macondo gibt es tatsächlich – zwischen Ostautobahn, Kläranlage und Alberner Hafen liegt die Flüchtlingssiedlung Zinnergasse, in der seit den 1950er-Jahren, unbemerkt von einem Großteil der Wiener Bevölkerung, Menschen aus Krisengebieten der ganzen Welt untergebracht sind. Den Namen erhielt die Siedlung in den 1970er-Jahren nach dem Schauplatz von Gabriel García Marquez‘ berühmten Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“.

Drama, AUT, 2013; 98 Minuten; FSK 12 zum Trailer

MADE IN CHINA

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Der junge Fotograf François ist um die 30 und hat asiatische Wurzeln, doch aufgrund eines schlimmen Streits mit seinem Vater hat er seit über zehn Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Familie und verleugnet sogar seine Herkunft. Doch als er von seiner Freundin Sophie erfährt, dass er selbst demnächst Vater wird, beschließt er, seinem zukünftigen Kind zuliebe den Kontakt zu seiner Familie und deren Traditionen wieder herzustellen. Mit seinem besten Freund Bruno wagt er sich also nach Jahren wieder ins Chinatown von Paris, dabei verliebt sich Bruno spontan in François‘ Fast-Cousine und stolpert im Zuge dessen auch noch von einem Fettnäpfchen ins nächste. François wird fast von seiner ganzen Familie mit offenen Armen empfangen, nur sein Vater und sein Bruder, den er kaum kennt, zeigen ihm die kalte Schulter. Er muss erkennen, dass die Familienzusammenführung gar nicht so einfach ist, wie erhofft…

Drama/Komödie, F, 2019; 87 Minuten; FSK 0, zum Trailer

MAIKÄFER FLIEG

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Wien 1945: Das Pulverland des Krieges und die Zeit der russischen Besatzung, gesehen mit den vorurteilsfreien Augen der 10jährigen Christine. Sie weiß vom Frieden genauso wenig, wie die Kinder heute vom Krieg wissen. Ausgebombt und vollkommen mittellos kommt sie mit ihrer Familie in einer noblen Villa in Neuwaldegg unter. Jetzt haben sie Quartier, aber mehr nicht. Nach der Kapitulation deutscher Soldaten quartieren sich die Russen im Haus ein. Alle fürchten sich vor den als unberechenbar geltenden russischen Soldaten. Nur Christine nicht.

Drama, AUT, 2016; 109 Minuten; FSK 12 zum Trailer

MEDITERRANEA

Ayiva hat sein Zuhause in Burkina Faso zurückgelassen und macht sich gemeinsam mit seinem besten Freund Abas auf nach Europa, um seine Tochter finanziell versorgen zu können. Die gefährliche Überfahrt mit einem Schmugglerboot überleben die beiden nur knapp. Angekommen in Italien stoßen die beiden auf ein feindseliges Klima, das die Eingewöhnung an ihr neues Leben schwierig macht. Auf einer Plantage finden sie schließlich Arbeit und neue Freunde, doch als es zu gewaltsamen Übergriffen gegen Einwanderer kommt, steht für Ayiva und Abas alles auf dem Spiel.

Drama, IT/FR/USA/DE/QA 2015; 107 Minuten ; FSK 12, zum Trailer

ME, WE

 

ME, WE – das ist das kürzeste Gedicht aller Zeiten und bringt die Realitäten der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft auf den Punkt: Wer bin ich, und wer kann ich sein – und sind die anderen wirklich so anders? Vier ineinander verwobene Geschichten erzählen in dieser Tragikomödie von Flucht, Migration und unseres und Europas alltäglichen Umgangs damit.

Tragikkömodie, AUT 2020, 115 Minuten; FSK 12, zum Trailer

MONSIEUR CHOCOLAT

 

MONSIEUR CHOCOLAT erzählt die wahre Geschichte vom Aufstieg und Fall von Raphaël Padilla, der unter dem Namen Chocolat als erster schwarzer Künstler auf einer französischen Bühne zu großem Ruhm und Reichtum gelangte und beides wieder verlor. Chocolat musste feststellen, dass er viele Feinde hat, die den Erfolg eines schwarzen Künstlers nicht duldeten.

Drama, Frankreich 2015; 110 Minuten; FSK 12, zum Trailer

MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER

Monsieur Claude und seine Frau Marie führen ein zufriedenes Leben in der französischen Provinz. Ihre konservative Lebensweise wird auf eine harte Probe gestellt, als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslimen, einem Juden und einem Chinesen verheiraten. Musik in den Elternohren ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen französischen Katholiken zu heiraten. Doch als sie ihrem vierten Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Doch auch Charles‘ Familie knirscht über diese Partie mächtig mit den Zähnen. Weniger um bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen als sie zu sabotieren, lassen sich die Eltern auf ein Kennenlernen ein. Was folgt ist ein Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile. Bis das familiäre Federnrupfen dem Brautpaar die Lust an der Hochzeit zu verderben droht.

Komödie, FR, 2014; 97 Minuten; FSK 0, zum Trailer

MONSIEUR CLAUDE 2

Plakat von "quot;Was mussten Monsieur Claude und seine Frau Marie nicht alles über sich ergehen lassen?! Beschneidungsrituale, Hühnchen halal, koscheres Dim Sum und nicht zuletzt die Kofis von der Elfenbeinküste. Doch seit den vier maximal multikulturellen Hochzeiten ihrer Töchter sind die beiden im Integrieren unübertroffen. Als echter Kosmopolit rafft sich Monsieur Claude nun sogar auf, allen Heimatländern seiner bunten Schwiegerschar einen Besuch abzustatten. In der französischen Provinz finden die Verneuils es aber doch am schönsten. Und so freuen sich Claude und Marie auf ihr Großeltern-Dasein in heimatlicher Gemütlichkeit. Abermals haben sie die Rechnung ohne ihre Töchter gemacht. Als die ihnen erklären, dass mit diesen Ehemännern im konservativen Frankreich auf keinen grünen Zweig zu kommen ist und sie deshalb mit Kind und Kegel im Ausland ihr Glück suchen werden, sind die Gesichter der Großbürger plötzlich sehr lang. Die ganze schöne Toleranz war für die Katz? Die so hart erarbeitete Anpassungsfähigkeit – perdu? Bei Monsieur Claude droht ein weiterer unversöhnlicher Familien-Infarkt. Er und Marie setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um ihre Schwiegersöhne zum Bleiben zu bewegen. Und werden plötzlich zu schlitzohrigen Patrioten in völkerfreundschaftlicher Mission.

Komödie, FR, 2018; 99 Minuten; FSK 0, zum Trailer

NUR EINE FRAU

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Aynur will nichts ahnend ihren Bruder Nuri zur Bushaltestelle bringen, als das schier Unglaubliche geschieht: Auf offener Straße wird Aynur von ihrem Bruder erschossen. Nur wenige hundert Meter von der Haltestelle entfernt, liegt ihr fünfjähriger Sohn im Bett und schläft. Doch wie konnte es zu dieser schrecklichen Tat kommen? Aynur erzählt in diesem Film von ihrem bewegten Leben. Sie ist jung, selbstbewusst und liebt das Leben. Sie möchte der Gewalt in ihrer Ehe entfliehen und will sich auch nicht von ihren Eltern oder Brüdern sagen lassen, was sie nun zu tun hat. Kurzerhand sucht sie sich mit ihrem Sohn eine neue Wohnung, macht eine Ausbildung und geht mit ihren Freundinnen aus. Dabei bleibt es natürlich nicht aus, dass sie dort neue Freunde und auch Männer kennenlernt. Aynur ist sich bewusst, dass sie mit ihrem neuen Leben, gegen die geltenden Traditionen ihrer Familie verstößt und sich damit auch in Gefahr bringt. Doch ihr Wunsch nach Freiheit ist größer. Die Drohungen und Beleidigungen ihrer Brüder werden zunehmend ernster, bis für Aynur eines Tages alles zu spät ist…

Drama/Krimi, D, 2019; 90 Minuten; FSK 12 zum Trailer

OF FATHERS AND SONS – DIE KINDER DES KALIFATS

 

Regisseur Talal Derki kehrt für OF FATHERS AND SONS – DIE KINDER DES KALIFATS in sein Heimatland zurück. Er gibt sich als Anhänger der Salafisten aus und gewinnt so das Vertrauen einer radikal-islamistischen Familie. Über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitet er ihren Alltag und zeigt einzigartige und emotionale Einblicke in eine sonst hermetisch abgeriegelte Welt.

Dokumentarfilm, Deutschland/Syrien/USA 2017; 99 Minuten; FSK 16, zum Trailer

ÖSTERREICH – OBEN UND UNTEN

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Österreich in seiner unendlichen Vielfalt. Joseph Vilsmaier, einer der renommiertesten Regisseure und Kameramänner zeigt uns die Alpenrepublik von oben – ein gewaltiges Naturschauspiel, ein wunderschöner Teil der Schöpfung, und er zeigt uns Österreich von unten, steigt ab in die Täler und entdeckt die Details eines dynamischen, modernen Landes, das sich beständig entwickelt. Mit seinem erfahrenen Helikopterpiloten, Hans Ostler, gelingt es Joseph Vilsmaier imposante Bilder zu komponieren. Aus einer Perspektive, aus der man Österreich noch nicht gesehen hat. Doch Vilsmaier begnügt sich nicht mit der Kraft der Flugaufnahmen. Er rückt näher, schafft Intimität: beim Almabtrieb, beim Erzbergrodeo, beim Mittelalterfest in Friesach, den Salzburger Festspielen oder am Sonnwendfeuer in der malerischen Kulturlandschaft der Wachau. Das Nebeneinander von Landschaft, Tradition, technischer Innovation und pulsierendem Leben erschafft ein anderes Österreich, ein Land wie neu geschaffen, aus dem Blickwinkel des Künstlers. Große Emotionen, Passion für seine Kunst und seine alpinen Wurzeln bringt der Weltmusiker Hubert von Goisern ein. Er konzertiert die zweite Stimme zu Vilsmaiers Bildkompositionen. Ein berührendes, mitreißendes, weit in die Vergangenheit reichendes, und in die Zukunft weisendes musikalisches Gegenstück zu den filmischen Erlebnissen.

Dokumentation, AUT, 2014; 99 Minuten; FSK 0 zum Trailer

PIO

Der 14-jährige Pio wächst in einer italienischen Küstenstadt zwischen den italienischen Dorfbewohnern, den Geflüchteten aus Afrika und der Roma-Community auf. Als sein großer Bruder Cosimo spurlos verschwindet, wird Pios Leben auf eine harte Probe gestellt.

Drama, IT/BR/DE/FR/SWE/USA 2017; 118 Minuten FSK 12, zum Trailer

SCHWEIZER HELDEN

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Sabine ist über die Weihnachtszeit plötzlich alleine. Um bei Familie und Freunden Anerkennung zu gewinnen, entschließt sie sich, mit AsylbewerberInnen die Geschichte von Wilhelm Tell aufzuführen. Ein Unterfangen, auf das sie in vieler Hinsicht nicht vorbereitet ist. Die AsylbewohnerInnen haben ihre eigenen Probleme und nicht auf Sabine gewartet. Als die Tell-Aufführung ins mediale Scheinwerferlicht gerät, geht Sabine an ihre Grenzen und darüber hinaus, um das Theaterstück zum Erfolg zu führen. Erst danach merkt sie: Was wirklich zählt, ist etwas ganz anderes.

Komödie, CH, 2014; 94 Minuten; FSK 12, zum Trailer

SEEFEUER

 

Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.

 

Dokumentarfilm, Italien/Frankreich 2015; 108 Minuten; FSK 12, zum Trailer

SEEING VOICES

Die Protagonistinnen sind zwar gehörlos, aber ohne Worte sind sie deshalb wahrlich nicht: Die Gebärdensprache birgt ein Paralleluniversum voller Ausdruckskraft und Magie, das den meisten Hörenden unerschlossen bleibt. Ayse, Helene und die gehörlosen Mitglieder der Familie Hager vermissen weder Musik noch das Zwitschern der Vögel – schließlich haben sie es nie gehört – sehr wohl aber das Recht auf ihre Muttersprache.
Diesen schmalen Grat zwischen der hörenden und der gehörlosen Welt meistern sie alle auf völlig unterschiedliche Weise – aber keineswegs leise.

Dokumentarfilm, AUT 2016; 89 Minuten; FSK k.A., zum Trailer

SHOPLIFTERS

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Nach einer Diebestour in einer kalten Winternacht treffen Osamu Shibata und sein Sohn Shota auf das kleine, verwahrloste Mädchen Yuri. Kurzerhand tut Osamu das, was der Gelegenheitsarbeiter am besten kann – er „stibitzt“ Yuri und nimmt sie für eine warme Mahlzeit mit nach Hause. Die anfänglichen Bedenken seiner Frau Nobuyo über das neue Familienmitglied sind schnell verflogen. Auch Großmutter Hatsue und Halbschwester Aki heißen Yuri in der Enge ihrer Behausung willkommen. Umgeben von anonymen Wohnblöcken lebt die bunte Truppe mithilfe von kleinen Betrügereien, Ladendiebstählen und trotz widriger Umstände glücklich zusammen. Bis zu dem Tag, an dem ein unvorhergesehener Vorfall bisher gut geschützte Familiengeheimnisse enthüllt. Jetzt muss sich beweisen, ob diese Menschen mehr verbindet, als ihr Dasein als Kleingauner und Lebenskünstler.

Komödie, JAP, 2018; 121 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

STYX

 

Die Notärztin Rike erfüllt sich in ihrem Urlaub einen lange gehegten Traum: Von Gibraltar aus segelt sie alleine zur Insel Ascension im Atlantischen Ozean. Nach einem heftigen Sturm, findet sie sich plötzlich in unmittelbarer Nähe eines in Seenot geratenen Flüchtlingsbootes. Verzweifelt setzt sie per Funk Notrufe ab, muss aber erleben, wie größere Schiffe, die den Flüchtlingen leicht helfen könnten, an ihr vorbeiziehen. Rike sieht sich gezwungen zu handeln.

Spielfilm, DE/AUT 2018; 93 Minuten; FSK12, zum Trailer

TEHERAN TABU

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Teheran, Iran, eine riesenhafte Stadt voller Verbote, Dogmen und restriktiver Gesetze, wo für „moralische“ Vergehen wie Ehebruch und außerehelichen Sex drakonische Strafen wie Auspeitschung drohen. In dieser Stadt leben junge Menschen mit Wünschen und Sehnsüchten; auf der hoffnungsvollen Suche nach Nähe und einem letzten Rest von Lebensfreude. Die Prostituierte Pari, der Musikstudent Babak, die Hausfrau Sara und die junge Donya – alle haben auf ihre Weise unter der Tabuisierung von Sex und den restriktiven Gesetzen der iranischen Gesellschaft zu leiden. Als die vier Schicksale aufeinanderprallen, verändert sich das Leben aller.

Animation/Drama, Ö/D, 2017; 96 Minuten; FSK 16, zum Trailer

THOSE WHO GO AND THOSE WHO STAY

 

Ruth Beckermann verwebt ihr privates und politisches Interesse mit einer allgemeineren Bewegung: Der der Migration, der Wanderung, der Veränderung, der Fremde. Das Unterwegssein als ewiges und zugleich hochaktuelles Moment unserer Welt, erzwungen, freiwillig, zufällig, nicht enden wollend, hoffend, gewalttätig. THOSE WHO GO THOSE WHO STAY erzählt vom Unterwegssein in der Welt und im eigenen Lebenslauf.

Dokumentarfilm, AUT 2013; 75 Minuten; FSK k.A., zum Trailer

UNTITLED

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„Am 3.12. 2013 brach Michael Glawogger mit einem kleinen Team auf zu einer Reise um die Welt. Ein Film sollte dabei entstehen, von dem niemand wusste, wie er aussehen, und wovon er erzählen würde. Glawogger wollte nur das Aufnehmen, was ihn interessierte, berührte, beunruhigte, frei von inhaltlichen Vorgaben. … Nach rund einem Drittel des Weges, am Ende des ersten Hauptreisestücks: Afrika, verstarb Michael Glawogger an den Folgen einer Malariainfektion. Seine langjährige Schnittmeisterin Monika Willi machte aus dem bis dahin entstandenen Material und den Blog-Texten einen Film im Geiste wie auch zum Gedächtnis Glawoggers. Kriegsverheerte Geisterstädte in Serbien, Ringer im Senegal, eine winterlichee Berghütte in Italien und Goldsucher in Sierra Leone sind nur einige der Orte und Menschen, deren Bilder und Klänge hier zu einer Kinowelterfahrung verwoben wurden, Nebeneinander stehen: Einbeinige Fußballer in einem Bürgerkriegsland und ein einsam seinen Ball tretendes Mädchen in einem felsigen Nirgendwo; die Brutalität einer Schlägerei, die wie aus dem Nichts ausbrach, und die Stille einer Landschaft nach dem Genozid; das Aufstieben tausender Vögel in einem spätwinterlichen Marschland, das rastlose Schnüffeln und Bellen räudiger Köter am Rande einer Landstraße, und das geduldige Starren eines Esels auf einem Wüstenzug. Sie alle erzählen von der Gewaltigkeit und Ungeheuerlichkeit der Welt; dem Glück ein Anderer zu sein, wie auch der Erfahrung, dass es kein fernes Leid gibt und keine fremde Freude; und davon, dass man immer nur ein Gast ist auf Erden.“ (Olaf Möller)

Dokumentation, Ö/D, 2017; 107 Minuten; FSK 12, zum Trailer

VENEZIANISCHE FREUNDSCHAFT

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Shun Li näht in einer römischen Fabrik Hemden für die chinesische Mafia. Sie hofft so einen Weg zu finden, ihren Sohn wiedersehen zu können, der sich in den Fängen der Kriminellen in China befindet. Sie erledigt ihre Arbeit sehr gewissenhaft und zur Zufriedenheit ihrer Arbeitgeber. Schließlich erhält sie eine Beförderung und darf von nun an in einem Café in Venedig arbeiten. Mit ihrem gebrochenen Italienisch und ihrem geringen Wissen über Kaffespezialitäten ist sie den Fischern der Lagune, die das Stammpublikum des Lokals bilden, allerdings bald ein Dorn im Auge. Nicht zuletzt die Sprachbarriere führt immer wieder zu Konflikten und Missverständnissen. Lediglich der Dichter Bepi, der selbst als Migrant nach Venedig gekommen ist, hat Verständnis für die neue Chefin. Beide verbindet neben ihrer fremden Herkunft die Liebe zur Poesie. Die Mafia und die Fischer sehen die warmherzige Beziehung mit einigem Misstrauen, doch die Freundschaft ist stärker als alle Widerstände.

Komödie, ITA/F, 2011; 98 Minuten; FSK 6, zum Trailer

Voll verschleiert

Die Studenten Armand und Leila sind schon seit längerem ein Paar und planen demnächst einen gemeinsamen Studienaufenthalt in den USA. Doch als Leilas Bruder Mahmoud nach einem längeren Aufenthalt im Jemen stark verändert zurückkehrt, ist die Beziehung der beiden gefährdet: Denn Mahmoud ist nun tief religiös und will nicht, dass seine Schwester eine Beziehung mit einem Nicht-Muslim führt. Um auch weiterhin mit Leila zusammen sein zu können, ersinnt Armand also einen Plan: Er absolviert einen Crashkurs in Sachen Islam, verkleidet sich als voll verschleierte Muslimin namens Scheherazade und gibt sich als Studienkollegin von Leila aus. Doch mit einer Sache haben Armand und Leila nicht gerechnet: Mahmoud verliebt sich nach und nach in die mysteriöse Scheherazade.

Komödie, FR, 2017; 88 Minuten; FSK 6, zum Trailer

VOR DER MORGENRÖTE

Stefan Zweig war zu seiner Zeit ein Starautor und gemeinsam mit Thomas Mann der meistübersetzte deutschsprachige Schriftsteller. Bereits 1934 verließ Zweig seine Heimat Österreich, um ins Exil zu gehen aus dem er nicht zurückkehrte. In ihrem ebenso stringenten wie sinnlich-opulenten Film zeigt Maria Schrader den weltberühmten Autor in sechs Episoden seines Lebens – von seinem ersten Aufenthalt in Brasilien und der Teilnahme am PEN-Kongress in Buenos Aires 1936 über den Besuch New Yorks und seiner ersten Frau Friderike im Jahr 1941 bis zu seinem Tod 1942 in Petrópolis. Dort schrieb Zweig sein wohl berühmtestes Werk „Die Schachnovelle“.

Drama, DE/AUT/FR, 2016; 106 Minuten; FSK 0, zum Trailer

WAREN EINMAL REVOLUZZER

 

Die Paare Helene (Julia Jentsch) und Jakob (Manuel Rubey), Tina (Aenne Schwarz) und Volker (Marcel Mohab) sind moderne, urbane Enddreißiger und genießen ihr geregeltes und privilegiertes Leben in Wien. Als sie der Hilferuf eines russischen Freundes aus Studienzeiten erreicht, ergreifen sie kurzentschlossen die Chance zu helfen: Endlich einmal nicht nur reden, sondern wirklich etwas tun. Doch was die Vier als Abenteuer begreifen, bedroht rasch das Gefüge der alten Freundschaft und der Beziehungen zueinander.

Tragikkomödie, Österreich 2019; 104 Minuten; FSK k.A., zum Trailer

WE COME AS FRIENDS

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In jenem Moment, als der Sudan, das größte Land auf dem Kontinent, in zwei Nationen geteilt wird, verfällt das Land erneut in alte Muster der „Zivilisierung“ – Kolonialismus, Kampf der Herrscher und neue blutige Kriege im Namen des Glaubens und im Namen der Territorien und Ressourcen. Hubert Sauper trifft und befragt sudanesische und internationale EntscheidungsträgerInnen, PolitikerInnen und ProfiteurInnen sowie Zufallsbekanntschaften. Er besucht ChinesInnen, die in ihren Erdölarbeiter-Baracken „Raumpatrouille Orion“ schauen, sich über die Großmachtsfantasien der EuropäerInnen wundern und über die kulturelle Kluft zwischen sich und den AfrikanerInnen sinnieren, die gewisse „Vorsichtsmaßnahmen“ erfordert. Die Einheimischen jenseits des Zauns der Erdölanlage haben Angst, aus ihren „armseligen“ Hütten vertrieben zu werden. Im TV behauptet Hillary Clinton, dass „wir“ keinen neuen Kolonialismus in Afrika wollen, während ihre Landsleute von „Win-win-Situationen“ schwärmen. Wer ist „wir“? Der Film verzichtet auf die Antwort, um die Komplexität einer der brisantesten Fragen unserer Zeit aufzuzeigen. Ratlos, fordernd und provozierend.

Komödie, F/AT, 2014; 110 Minuten; FSK n.v., zum Trailer

WOMIT HABEN WIR DAS VERDIENT?

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Die atheistische, feministische Ärztin Wanda fällt aus allen Wolken, als ihre pubertierende Tochter Nina ihr eröffnet, sie sei zum Islam übergetreten. Die Weltoffenheit der liberalen Patchwork-Familie steht nun auf dem Prüfstand. Weltanschauungen prallen aufeinander, Sichtweisen verändern sich. Eine Komödie über die Suche nach Erklärungen, nach Zugehörigkeit, nach Identität, nach Zusammenhalt und paradiesischen Zuständen.

Komödie, AT, 2018; 92 Minuten; FSK 0., zum Trailer

YALDA

 

“Nehmen Sie per Textnachricht an unserem Gewinnspiel teil. Hat Maryam Komijani es verdient, dass man ihr vergibt und sie begnadigt wird? Senden Sie 1 für Ja, 2 für nein.”
Maryam hat mit Monas Vater in einer Zeitehe gelebt. Jetzt ist sie des Mordes an ihm angeklagt. Vor laufender Kamera und Millionen von Zuschauern, muss Maryam um Vergebung und um ihr Leben kämpfen.

Drama, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Luxemburg, Libanon, Iran 2019; 89 Minuten; FSK 12, zum Trailer

 

Filme für Kinder

AMAZONIA – ABENTEUER IM REGENWALD

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Nach einem Flugzeugabsturz kann der Kapuzineraffe Saï aus seinem Käfig entkommen und begibt sich in der Wildnis des Amazonas-Dschungels auf eine außergewöhnliche Reise. In Gefangenschaft geboren und aufgewachsen, jagen ihm der riesige Regenwald und seine Bewohner gehörigen Respekt ein. Allein auf weiter Flur wagt sich das Äffchen Schritt für Schritt in die neue Freiheit vor und entdeckt dabei die großartige Artenvielfalt des größten Regenwalds der Erde. Ein wundervolles Abenteuer voller Geheimnisse, Gefahren und Herausforderungen beginnt. Im Dickicht der Natur begegnet Saï unter anderem geschmeidigen Jaguaren, hungrigen Krokodilen, gigantischen Anakondas und skurrilen Ameisenbären.

Dokumentation, FR/BRA, 2013; 83 Minuten; FSK 0, zum Trailer

ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS

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Weil ihre alleinerziehende Mutter unerwartet zurück nach Vietnam reisen muss, versorgt die elfjährige Linh nun alleine ihre kleine Schwester Tien und kümmert sich auch noch um den Imbiss, den ihre Mutter führt. Natürlich darf das niemand erfahren, am wenigsten das Jugendamt. Das größte Problem für Linh jedoch hat rote Haare, ein Fernrohr und grinst frech: Pauline. Die Draufgängerin von gegenüber spioniert die Nachbarschaft aus und kann sich nichts Schöneres als ein Leben ohne Eltern vorstellen. Als Pauline die vietnamesischen Schwestern erpresst, mit ihr eine Bande zu gründen, beginnt für die drei Mädchen ein waghalsiges Abenteuer.

Familienfilm/Drama, D, 2016; 96 Minuten; FSK 0, zum Trailer

Anmeldeformular

Du kannst dich mit dem folgenden Formular für eine oder mehrere Filmaufführungen anmelden. Bitte pro Filmaufführung ein eigenes Formular ausfüllen.

Die von dir geplante Filmaufführung kann zwischen Jänner 2022 bis 31. Dezember 2022 stattfinden.

Wir bearbeiten die Anmeldungen nach chronologischer Folge des Eintreffens. Sollten die Anmeldungen unser Kontingent überschreiten gilt: first come, first served. Wir informieren dich nach Einlangen deiner Anmeldung ehestmöglich über alle weiteren wichtigen Informationen zur Aufführung.










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